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Der Bitcoin-Kurs befindet sich in einer sehr starken Phase. Zunächst sah es so aus, als würde die Marke von 82.000 Dollar zu viel Widerstand bieten, nun zeichnet sich vorsichtig ein Ausbruch ab. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert Bitcoin (BTC) bei rund 85.500 Dollar. Gestern Abend sprang Bitcoin zeitweise sogar über 87.000 Dollar.

Bitcoin-Kurs legt wieder deutlich zu.
Bitcoin-Kurs legt wieder deutlich zu. Quelle: TradingView

Ölpreis steigt: Gegenwind für Bitcoin

Seit dem Anstieg auf 87.000 Dollar je Bitcoin hat auch der Ölpreis wieder deutlich zugelegt. Auslöser ist eine erneute Verschärfung der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran.

So erklärte US-Finanzminister Scott Bessent, dass sämtliche iranischen Fluggesellschaften ab Mittwoch gesperrt würden. In der Folge zogen die Ölpreise wieder an, während Bitcoin erneut auf Widerstand stieß.

Für Bitcoin wäre eine Entspannung des Konflikts wichtig. Der Rückgang des Ölpreises sorgte gestern jedenfalls für spürbare Entlastung.

Ähnlich wirkte der Rückgang der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, die gestern wieder unter 5 Prozent fiel. Sämtliche Renditen langlaufender US-Anleihen gaben am Montag um fast 1 Prozent nach. Damit ließ der Druck auf Bitcoin etwas nach.

US-Zehnjahresrendite wieder unter 5 Prozent.
US-Zehnjahresrendite wieder unter 5 Prozent. Quelle: TradingView

HSBC erwartet weiteren Rückgang der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen

Nach dem kräftigen Anstieg in der vergangenen Woche ist am Anleihemarkt inzwischen eine gewisse Entspannung zu erkennen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel am Montag auf 4,95 Prozent, nachdem sie in der Vorwoche noch einen Höchststand von 5,04 Prozent erreicht hatte.

HSBC geht davon aus, dass sich diese Bewegung noch etwas fortsetzen kann. Die Bank rechnet für Ende 2026 mit einer Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von 4,65 Prozent. Das ist bemerkenswert, weil zugleich Szenarien kursieren, in denen die Rendite in Richtung 6 Prozent steigen könnte. HSBC hat die eigene Prognose allerdings von 4,30 auf 4,65 Prozent angehoben. Auch dort erkennen Analysten also an, dass sich das Zinsumfeld strukturell verändert hat.

Die Spannbreite der Erwartungen zeigt vor allem, wie groß die Unsicherheit am Anleihemarkt derzeit ist. iCapital erwartet etwa eine Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von rund 5,3 Prozent, während Deutsche Bank auf Basis früherer Zinserhöhungszyklen davor warnt, dass 2027 Niveaus um 6 Prozent möglich werden könnten. Viel wird vom Ölpreis, der Inflation und dem Kapitalbedarf von Staaten und Unternehmen in den kommenden Quartalen abhängen.

Für Anleger wäre ein Rückgang in Richtung 4,65 Prozent kurzfristig günstig. Niedrigere langfristige Renditen verringern den Druck auf die Bewertungen von Aktien und anderen Risikoanlagen.

Gleichzeitig zeichnet sich vorerst keine Rückkehr zu den extrem niedrigen Zinsen der Zeit nach 2008 ab. Selbst das vergleichsweise optimistische Szenario von HSBC impliziert, dass die Kapitalkosten historisch hoch bleiben.

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