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Die amerikanischen Bitcoin-Fonds verzeichneten gestern ihren besten Tag seit fast einem Jahr. Große Vermögensverwalter mussten Bitcoin (BTC) im Wert von 999 Millionen Dollar zukaufen. Gleichzeitig zog der Bitcoin-Kurs kräftig an, wodurch der durchschnittliche ETF-Anleger erstmals seit Langem wieder im Plus liegt.
Seit dem 6. Oktober vergangenen Jahres war netto nicht mehr so viel Geld in die Fonds geflossen. An jenem Tag markierte Bitcoin sein Rekordhoch von mehr als 126.000 Dollar, bevor die Nachfrage nach der Kryptowährung einbrach.
Bis zu diesem Hoch ist es noch ein gutes Stück. Die Erholung fällt dennoch bemerkenswert aus. Zugleich nimmt auch das Interesse am ETF-Markt wieder zu.
Zuletzt hatten die börsengehandelten Produkte noch unter deutlichen Abflüssen gelitten, während der Bitcoin-Kurs nachgab. Nach der Zinserhöhung der US-Notenbank Fed hat sich das Bild gedreht.
Anleger hatten dem Beschluss lange mit Sorge entgegengesehen. Häufig reagieren die Kurse auf den eigentlichen Entscheid positiv, weil dieser bereits eingepreist war.
Seit vergangenem Donnerstag haben die Bitcoin-Fonds wieder Tritt gefasst. In drei Tagen sammelten sie bereits fast 1,6 Milliarden Dollar an Kapital ein, während der Bitcoin-Kurs um mehr als 14 Prozent zulegte.

Die gestrigen Zuflüsse entfielen vollständig auf BlackRock, Fidelity sowie den gemeinsamen Fonds von ARK Invest und 21Shares. Der IBIT-Fonds von BlackRock, der größte Bitcoin-ETF, führte mit 381,4 Millionen Dollar frischem Kapital die Liste an.
Auch Ethereum (ETH) hatte an der Wall Street einen starken Tag. Die ETFs verzeichneten Zuflüsse von 270 Millionen Dollar – das beste Ergebnis seit dem 7. Oktober.
Bitcoin legte gestern um 6,70 Prozent zu. Der Kurs stieg von gut 81.000 Dollar auf ein Hoch von 87.400 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 29. Januar.
Nach Einschätzung von James Seyffart, ETF-Experte bei Bloomberg, liegt der durchschnittliche ETF-Anleger erstmals seit Ende vergangenen Jahres wieder im Plus. Im Mai hatte diese Break-even-Marke, also der Punkt, an dem Anleger weder Gewinn noch Verlust machen, noch erheblichen Verkaufsdruck ausgelöst.
Inzwischen präsentiert sich der Markt jedoch in einer anderen Verfassung. Die Verkäufer wirken erschöpft, und immer mehr Anleger verabschieden sich von der Vierjahreszyklus-These, nach der der Tiefpunkt noch bevorstehen müsste.
Schlechte Nachrichten hinterlassen kaum noch Spuren im Kurs. Die stärksten Bewegungen sind nicht mehr Abverkäufe, sondern Kursanstiege.
Damit befindet sich der Bitcoin-Kurs wieder klar im Bullenmarkt. Bereits in der vergangenen Woche schloss Bitcoin erstmals seit 45 Wochen oberhalb des 50-Wochen-Durchschnitts.
Nun hat Bitcoin erstmals seit Oktober auch wieder ein höheres Hoch ausgebildet. Das Mai-Hoch von 82.850 Dollar wurde klar überwunden; diese Marke muss der Kurs nun bis zum Ende der Woche verteidigen.

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