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Michael Saylor zufolge hat künstliche Intelligenz bei einer der größten Finanzierungsrunden von Strategy eine wichtige Rolle gespielt. Der Bitcoin-Befürworter sagte, ChatGPT habe bei der Entwicklung eines neuen Finanzprodukts geholfen, mit dem das Unternehmen letztlich mehr als 15 Milliarden Dollar einsammelte.
In einem Interview mit The Diary of a CEO erklärte Saylor zudem, warum Strategy zuletzt einen Teil seiner Bitcoin (BTC) verkauft hat. An seinem Vertrauen in die Kryptowährung scheint sich wenig geändert zu haben. Langfristig hält er sogar einen Anstieg des Bitcoin-Kurses auf 12 Millionen Dollar für möglich.
Als Strategy Anfang 2025 bereits Bitcoin (BTC) im Wert von rund 30 Milliarden Dollar hielt, stieß das Unternehmen Saylor zufolge an eine neue Grenze. Der Markt für Wandelanleihen, über den Strategy jahrelang Kapital aufgenommen hatte, bot kaum noch Spielraum für weiteres Wachstum.
Deshalb wandte sich Saylor an ChatGPT. „Wir haben die KI gefragt, ob sich das umsetzen lässt. Die Antwort war: natürlich, macht es einfach so, so und so“, sagte er im Podcast The Diary of a CEO.
Auf Basis dieser Vorschläge entwickelte Strategy STRK, eine wandelbare Vorzugsaktie. Später folgte eine zweite Variante mit variabler monatlicher Dividende. Saylor zufolge hatte es eine solche Konstruktion zuvor noch nicht gegeben.
Mit diesen Finanzprodukten nahm Strategy schließlich mehr als 15 Milliarden Dollar auf. Rund 10,5 Milliarden Dollar entfielen auf STRK, hinzu kamen etwa 4 Milliarden Dollar aus der zweiten Emission.
Saylor äußerte sich auch zu der Kritik, die nach dem Verkauf eines Teils der Bitcoin-Bestände von Strategy aufgekommen war.
Kritiker hatten argumentiert, das Unternehmen halte inzwischen fast vier Prozent aller Bitcoin und könne deshalb praktisch nicht mehr verkaufen, ohne den Markt oder die eigene Aktie unter Druck zu setzen. Saylor zufolge wollte er gerade zeigen, dass Strategy sehr wohl in der Lage ist, Bitcoin zu verkaufen, wenn es notwendig ist.
„Wenn Menschen glauben sollen, dass man etwas tun kann, muss man es auch tatsächlich tun.“
Der Verkauf erfolgte, als der Bitcoin-Kurs bei rund 59.000 Dollar lag. Saylor zufolge stieg der Kurs anschließend weiter. Strategy bestätigte später, innerhalb einer Woche mehr als 1.600 BTC verkauft zu haben. Zugleich betonte Saylor erneut, persönlich noch nie einen Bitcoin verkauft zu haben.
Die Transaktion habe zudem gezeigt, dass die Finanzierungsstruktur von Strategy auch nach einem Bitcoin-Verkauf tragfähig bleibe.
Trotz des Teilverkaufs bleibt Saylor mit Blick auf die Zukunft von Bitcoin ausgesprochen optimistisch.
Er erwartet, dass der Bitcoin-Kurs in den kommenden zwanzig Jahren im Durchschnitt um 30 Prozent pro Jahr steigen wird. Danach dürfte sich das jährliche Wachstum seiner Einschätzung nach auf etwa 20 Prozent abschwächen.
„Ich gehe davon aus, dass Bitcoin in den kommenden zwanzig Jahren um rund 30 Prozent pro Jahr an Wert gewinnt. Danach dürfte sich das Tempo auf etwa 20 Prozent jährlich verlangsamen.“
Falls dieses Szenario eintritt, könnte Bitcoin um das Jahr 2046 einen Wert von rund 12 Millionen Dollar pro Coin erreichen.
Nicht alle teilen diesen Optimismus. Kritiker verweisen darauf, dass die Strategy-Aktie in diesem Jahr Schwierigkeiten hat, neue Höchststände zu erreichen. Auch der frühere BitMEX-Chef Arthur Hayes geht davon aus, dass ein Bitcoin-Kurs in Millionenhöhe eher von einer globalen Kreditkrise abhängt als von den Käufen von Unternehmen wie Strategy.
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