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Binance hat auf die zunehmende Unsicherheit bezüglich seiner Zukunft in Europa reagiert. Die größte Kryptobörse der Welt erklärt, dass ihr Lizenzantrag den neuen europäischen MiCA-Regeln entspricht und erwartet weitere Klarheit bis zum Ende dieses Monats. Damit widerspricht das Unternehmen Berichten, wonach es ab Juli möglicherweise keine Dienstleistungen mehr innerhalb der Europäischen Union anbieten dürfte.
Reuters berichtete diese Woche unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Binance wahrscheinlich keine MiCA-Lizenz von der griechischen Aufsichtsbehörde erhalten wird. Ohne eine solche Lizenz darf ein Kryptounternehmen ab Juli nicht mehr innerhalb der Europäischen Union tätig sein.
Binance reagierte kurz nach der Veröffentlichung des Artikels in sozialen Medien. Das Unternehmen erklärt, dass es sich weiterhin voll für europäische Nutzer engagiert und in den vergangenen 18 Monaten konstruktiv mit den Aufsichtsbehörden zusammengearbeitet hat.
Laut Binance ist die Situation zudem anders, als von Reuters beschrieben.
„Unserer Interpretation nach hat die griechische Aufsichtsbehörde die Bewertung des Antrags abgeschlossen und ihn als konform mit den MiCA-Anforderungen angesehen,“ so das Unternehmen.
Auch sei der Antrag laut Binance auf Ebene der europäischen Aufsichtsbehörde ESMA geprüft worden.
Obwohl Binance die Berichterstattung bestreitet, gibt es bislang keine offizielle Entscheidung von der griechischen Aufsichtsbehörde. Diese verweigerte Reuters aufgrund von Vertraulichkeitsregeln einen inhaltlichen Kommentar.
Binance erklärt, einen vorsichtigen Ansatz zu verfolgen, da die Übergangsperiode zu MiCA bald endet. Die Plattform will mögliche Störungen für Kunden begrenzen und verspricht bis zum 30. Juni ein Update.
„Unsere Priorität ist es, Störungen zu minimieren und Nutzer auf dem Laufenden zu halten,“ schrieb Binance auf X.
Die kommenden Wochen werden entscheidend für die Position von Binance in Europa. Die Börse hat weltweit mehr als 300 Millionen Nutzer und gilt als mit Abstand größter Akteur in der Kryptobranche.
Sollte die Lizenz doch genehmigt werden, kann Binance seine Dienste weiterhin in der gesamten Europäischen Union anbieten. Falls der Antrag jedoch abgelehnt wird, muss das Unternehmen eine Alternative finden, um europäische Kunden zu bedienen.
Vorläufig stehen sich daher zwei Darstellungen gegenüber: Reuters berichtet, dass eine Ablehnung nahe ist, während Binance darauf beharrt, dass der Antrag alle MiCA-Anforderungen erfüllt und keine Signale erhalten hat, dass das Urteil negativ ausfallen wird.
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