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Der Gedanke, dass Bitcoin automatisch mit dem Ölpreis korreliert, ist unter Anlegern weit verbreitet. Besonders in Zeiten von Krieg, steigenden Energiepreisen und geopolitischer Unruhe wird oft angenommen, dass ein Ölpreisschock auch die Richtung des Kryptomarktes vorgibt.
Neue Untersuchungen von Binance Research stellen diese Annahme allerdings infrage. Auf Basis von zehn Jahren Marktdaten kommt das Forschungsinstitut zu dem Schluss, dass es keine stabile Verbindung zwischen der Rendite von Bitcoin und der von Rohöl gibt.
Für die Untersuchung analysierte Binance 532 wöchentliche Datenpunkte zwischen 2016 und 2026. Dabei wurden statistische Modelle genutzt, um zu prüfen, ob Preisbewegungen von Öl und Bitcoin strukturell miteinander verbunden sind.
Das Ergebnis ist bemerkenswert klar: In den meisten Zeiträumen ist die Korrelation zwischen beiden Anlageklassen statistisch nahezu null.
Nur zwischen 2020 und 2022, als die Zinsen extrem niedrig waren und Zentralbanken massiv Liquidität ins System pumpten, war zeitweise eine positive Beziehung erkennbar. Doch selbst dann erklärte diese Verbindung weniger als 7 Prozent der wöchentlichen Kursbewegungen von Bitcoin.
Laut Binance war diese temporäre Korrelation vor allem durch gemeinsame Liquiditätsbedingungen bedingt, nicht weil Öl den Bitcoin Kurs direkt beeinflusste.
Die Krise um die Straße von Hormus im Februar und März 2026 stellte laut dem Bericht eine interessante Bewährungsprobe dar. In diesem Zeitraum stieg der Brent-Ölpreis durch Versorgungsstörungen um etwa 46 Prozent.
Gleichzeitig verzeichnete Bitcoin im selben Zeitraum einen Anstieg von etwa 15 Prozent. Damit übertraf die Coin laut Binance sogar die Performance von Nasdaq und Gold.

Binance beschreibt den Kursverlauf von Bitcoin während dieser Krise in drei Phasen:
Dieses Muster zeigt den Forschern zufolge, dass Öl vor allem für zusätzliche Volatilität sorgt, jedoch nicht automatisch die Richtung des Bitcoin Kurses bestimmt.
Laut Binance sind andere Faktoren für die langfristige Richtung von Bitcoin viel entscheidender:
Das entspricht auch früheren Beispielen. Nach dem Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine stieg Bitcoin zunächst, um später stark zu fallen, bedingt durch Probleme innerhalb der Kryptobranche selbst, wie Terra/Luna und Three Arrows Capital.
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