Changpeng Zhao (CZ), Gründer der beliebten Krypto-Börse Binance, wurde im November 2023 wegen Geldwäsche verurteilt. Er bekannte sich schuldig und erhielt vier Monate Gefängnis, eine Geldstrafe von 50 Millionen Dollar und musste als CEO von Binance zurücktreten. Außerdem darf er in Zukunft keine Aufgaben mehr bei dem Unternehmen übernehmen.
Dennoch könnte dieses Urteil noch geändert werden, da CZ in einer Podcast-Episode von Farokh Radio enthüllte, dass er bei Donald Trump um Gnade gebeten hat.
Warum jetzt doch ein Gnadengesuch?
Interessanterweise leugnete Zhao im März 2024 noch Berichte über ein mögliches Gnadengesuch. The Wall Street Journal brachte diese Nachricht damals heraus, aber CZ war heftig in seiner Gegenreaktion. Die Gerüchte waren „nicht wahr“, so der Binance-Gründer.
Dennoch ließ ihn das Thema nicht los, wie aus seinen jüngsten Aussagen hervorgeht. Im Podcast enthüllte Zhao, dass er nun doch formell ein Gnadengesuch eingereicht hat. „Wenn sie diesen Artikel schreiben, kann ich es genauso gut offiziell beantragen,“ erklärte er während der Episode.
Laut Zhao spielte auch Trumps frühere Begnadigung von drei BitMEX-Gründern, darunter Arthur Hayes, eine Rolle bei seiner Entscheidung. Dies veranlasste ihn, sein juristisches Team anzuweisen, das Gesuch tatsächlich einzureichen.
Wird CZ dann vollständig freigesprochen? Laut dem US-Justizministerium würde ein Gnadengesuch seine Verurteilung nicht aufheben, aber es würde ihm die Möglichkeit bieten, wieder eine Rolle bei Binance.US zu übernehmen. Dennoch betonte CZ, dass er keine Pläne hat, als CEO zurückzukehren. Seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis ist er als Krypto-Berater in Pakistan und Kirgisistan tätig.
Trumps Politik könnte das Interesse an Krypto erhöhen
Mit dem Abgang von Zhao hat Richard Teng nun das Ruder bei Binance übernommen. Wie sein Vorgänger ist er ein ausgesprochener Krypto-Bulle. Was ihm auffällt? Die jüngste makroökonomische Instabilität könnte die Adoption von Krypto tatsächlich beschleunigen. In einem jüngsten Post auf X weist er auf die zunehmende Marktvolatilität durch die protektionistische Politik von Präsident Trump hin. Dennoch sieht Teng gerade in Bitcoin (BTC) und anderen digitalen Vermögenswerten eine alternative sichere Anlage. „Wenn Investoren ihr Kapital aus risikoreichen Vermögenswerten abziehen, kann das Interesse an Krypto tatsächlich steigen,“ stellt er optimistisch fest.
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