Bhutan will 10.000 Bitcoin (BTC) einsetzen, um die ehrgeizige Gelephu Mindfulness City zu entwickeln. Das asiatische Königreich nutzt damit einen Großteil seiner nationalen Bitcoin-Reserven, um eine neue wirtschaftliche Hauptstadt mit den Schwerpunkten Arbeitsplätze, Innovation und Krypto zu schaffen.
Selbstverdiente Bitcoins
Die Gelephu Mindfulness City, kurz GMC, liegt im Süden des dünn besiedelten Königreichs und wurde 2024 als spezielles Verwaltungsgebiet ins Leben gerufen. Die Stadt soll verhindern, dass junge Bhutaner das Land verlassen, indem sie hochwertige lokale Arbeitsplätze schafft. Die Regierung sieht Bitcoin dabei als finanzielles Fundament und strategisches Instrument.
Laut Daten von Bitbo besitzt das Land etwa 11.286 Bitcoin. Zu den aktuellen Bitcoin-Kursen ist dieser Bestand derzeit mehr als 986 Millionen Dollar wert (umgerechnet 842 Millionen Euro), womit Bhutan der fünftgrößte bekannte Staatsbesitzer ist.
Während die Reserven anderer Länder hauptsächlich aus beschlagnahmten Bitcoins aus Strafverfahren bestehen, hat Bhutan diese selbst durch Bitcoin Mining erworben. Das Land nutzt Energie, um Computer im Bitcoin-Netzwerk am Laufen zu halten. Dafür erhält es Belohnungen in Form von neu ausgegebenen Bitcoins.
Von diesem Bestand will das Königreich nun 10.000 BTC (mit einem Wert von etwa 875 Millionen Dollar) für die Entwicklung der GMC einsetzen.
„Die anhaltende Stärke von Bitcoin liegt in der Fähigkeit, im Laufe der Zeit Wert zu schaffen“, erklärt Bhutan. „Jede Nutzung von Bitcoin wird durch starke Governance und Vorsicht geleitet, mit Schwerpunkt auf Kapitalerhalt, angemessener Aufsicht und Transparenz.“
Von Fintech zu grüner Energie
GMC soll sich zu einem umfassenden Wirtschaftszentrum entwickeln. Die Stadt konzentriert sich auf Sektoren wie Finanzen, Tourismus, grüne Energie, Technologie, Gesundheitswesen und Landwirtschaft. Für Krypto- und Fintech-Unternehmen wird zusätzlicher regulatorischer Spielraum geschaffen, um Bhutan als Standort attraktiv zu machen.
Auch Bitcoin-Mining spielt eine wichtige Rolle. Durch die Nutzung nachhaltiger Wasserkraft will Bhutan seine Mining-Aktivitäten weiter ausbauen. Laut der eigenen Website umfasst die Stadt etwa 1.544 Quadratmeilen, fast 10 Prozent der Landesfläche.
Auch auf praktischer Ebene ist Krypto bereits präsent. In der Region sind Krypto-Zahlungen in Geschäften und im Tourismussektor möglich. Zudem hat Bhutan TER eingeführt, einen staatlich unterstützten digitalen Token, der an physisches Gold gekoppelt ist.
„Jeder Bhutaner profitiert“
König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck bezeichnet den Einsatz von Bitcoin als Teil eines umfassenderen Bitcoin Development Pledge. Ziel ist es, dass die gesamte Bevölkerung von über 796.000 Menschen davon profitiert.
„Betrachten Sie GMC als ein Unternehmen und die Landbesitzer als die Aktionäre“, sagte der König. „Da der Großteil des Landes in Staatsbesitz ist, werden Bhutaner aus allen Dzongkhags am Erfolg teilhaben.“
Die rechtliche Struktur und der Masterplan stehen mittlerweile fest. Eine Verwaltung wurde eingesetzt und die ersten Bauarbeiten haben begonnen. Die Stadt wird in Phasen über einen Zeitraum von zwanzig Jahren gebaut und soll letztendlich einen Wirtschaftskorridor zwischen Süd- und Südostasien bilden.
Geld fließt aus Bitcoin-ETFs, Ethereum setzt starke Serie fort
Aus den US-amerikanischen Bitcoin-ETFs flossen am Mittwoch 85 Millionen Dollar ab, während die Ethereum-Fonds den fünften Zuflusstag in Folge verzeichneten.
VanEck sieht Bitcoin-Chance: Einstieg vor Oktober 2026 empfohlen
Der Vermögensverwalter VanEck geht laut Matthew Sigel davon aus, dass Bitcoin 2028 wieder auf einem Allzeithoch notiert.
Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs bleibt trotz zweiter US-Angriffswelle auf den Iran stabil
Trotz einer zweiten Angriffswelle der USA auf den Iran und steigender Ölpreise bleibt der Bitcoin-Kurs stabil.
Meistgelesen
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
Ex-Google-Ingenieur verkauft seine gesamten Bitcoin: „Das ist vorbei“
Der ehemalige Google-Ingenieur TechLead hat seine gesamten Bitcoin mit deutlichem Verlust verkauft. Er hält den Markt für anfällig, bleibt langfristig jedoch optimistisch.
