Die Vereinigten Staaten und China verhandeln über die Schaffung eines möglichen „Investitionsrats“, durch den chinesische Unternehmen mehr Spielraum für Investitionen in amerikanische Sektoren erhalten würden, die nicht als sensibel gelten. Dies gab US-Finanzminister Scott Bessent bekannt.
„Es gibt viele Bereiche, in die die Chinesen investieren könnten“, sagte Bessent in einem vorher aufgezeichneten Interview mit CNBC in Peking, das am Donnerstag ausgestrahlt wurde.
In dem Interview wurde angesprochen, dass China möglicherweise 1 Billion Dollar oder mehr investieren will. Bessent wollte diesen Betrag weder bestätigen noch dementieren.
USA arbeiten an neuem System für chinesische Investitionen
Laut Scott Bessent ist das Ziel des neuen Investitionsrats, zu verhindern, dass chinesische Investitionen automatisch umfangreichen Sicherheitsprüfungen in den USA unterzogen werden.
„Was wir erreichen wollen, ist sicherzustellen, dass diese Investitionen nicht direkt an CFIUS weitergeleitet werden“, sagte Bessent. Damit bezog er sich auf das Committee on Foreign Investment in the United States, das US-amerikanische Komitee, das ausländische Investitionen auf Risiken für die nationale Sicherheit prüft. Bessent steht selbst an der Spitze dieses Gremiums.
Seiner Ansicht nach könnte ein separater Investitionsrat im Vorfeld festlegen, welche Investitionen sicher genug sind, um weiterverfolgt zu werden, solange sie sich nicht auf strategische oder sensible Sektoren konzentrieren.
Bessent erklärte zudem, dass ihm keine früheren Berichte über einen möglichen Deal bekannt seien, bei dem chinesische Unternehmen Nvidia H200 KI-Chips erwerben würden.
Auch neuer Handelsrat steht zur Debatte
Neben dem möglichen Investitionsrat arbeiten die USA und China auch an einem neuen Handelsrat, um die wirtschaftliche Beziehung zwischen beiden Ländern weiter zu stabilisieren.
Laut Scott Bessent diskutieren beide Länder unter anderem über die Abschaffung von Importzöllen auf Waren im Wert von rund 30 Milliarden Dollar. Dabei handelt es sich um Produkte, die weder als strategisch noch kritisch gelten und deren Produktion Washington nicht unbedingt in die Vereinigten Staaten zurückholen will.
Unterdessen traf Donald Trump am Mittwochabend in Peking zu Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ein. Während des Gipfels stehen heikle Themen auf der Agenda, darunter amerikanische Waffenverkäufe an Taiwan, die Energieschock durch die Blockade der Straße von Hormus und die anhaltenden Handelsspannungen zwischen den beiden Großmächten.
Nach dem ersten vollen Tag des Gipfels waren auf beiden Seiten vorsichtig positive Töne zu hören. Sowohl Washington als auch Peking betonen, dass sie hoffen, die Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt langfristig stabiler zu gestalten.
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