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Der bekannte Ökonom Gary Shilling schlägt erneut Alarm wegen der US-Wirtschaft. Seiner Meinung nach steuert die Vereinigten Staaten auf eine deutliche Rezession zu, die möglicherweise auch eine erhebliche Korrektur am Aktienmarkt nach sich ziehen wird.

Shilling, Präsident des Beratungsunternehmens A. Gary Shilling & Co., betont, dass die wirtschaftlichen Grundlagen schwach sind. Seiner Meinung nach fehlen derzeit die echten Stützen für ein weiteres Wachstum der US-Wirtschaft. Dies äußerte er in einem Interview mit David Lin, das am 15. Mai veröffentlicht wurde.

Shilling sieht dunkle Wolken über der US-Wirtschaft

Laut Gary Shilling wird die US-Wirtschaft immer anfälliger. Der erfahrene Ökonom warnt, dass die sich verschlechternden Bedingungen in einen breiteren wirtschaftlichen Abschwung münden könnten, bei dem nicht nur Aktien, sondern auch Unternehmen stark betroffen werden.

Bemerkenswert ist, dass die Stimmung unter Anlegern weiterhin auffallend optimistisch bleibt. Insbesondere am Aktienmarkt nimmt laut Shilling die Spekulation weiter zu. Er ist der Meinung, dass das Vertrauen in die Wirtschaft und die Finanzmärkte mittlerweile überzogen ist.

„Es gibt einfach kaum fundamentale Unterstützung für die US-Wirtschaft“, sagt Shilling. „Deshalb glaube ich, dass die Wahrscheinlichkeit einer starken Rezession und einer massiven Verkaufwelle am Aktienmarkt groß ist.“

Seiner Ansicht nach befinden sich die Märkte eigentlich in einem risikoscheuen Umfeld, auch wenn viele Anleger das nicht wahrhaben wollen. „Viele Anleger und Spekulanten denken immer noch, dass es nur nach oben gehen kann.“

Lehren aus früheren Rezessionen

Laut Gary Shilling weisen die aktuellen Marktbedingungen bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit früheren Rezessionen und Bärenmärkten auf. Er verweist besonders auf die enorme Liquiditätsmenge, die weiterhin durch die Finanzmärkte fließt, und die zunehmende Beliebtheit spekulativer Anlagen. In seinen Augen sind dies klare Anzeichen dafür, dass die Risiken im System zunehmen.

Darüber hinaus ist Shilling besorgt über den amerikanischen Verbraucher. Vor allem die Ausgaben wohlhabender Haushalte halten die Wirtschaft seiner Meinung nach derzeit am Laufen. Doch wenn diese Gruppe den Gürtel enger schnallt, beispielsweise aufgrund sinkender Aktienkurse oder wirtschaftlicher Unsicherheit, könnte das Wachstum schnell zum Erliegen kommen.

Dem Ökonomen zufolge würde dies die Wahrscheinlichkeit einer Rezession erheblich erhöhen.

Börsen bleiben trotz Rekordstände unruhig

Die Warnung von Shilling kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt für die Finanzmärkte. Obwohl der S&P 500 kürzlich ein neues Rekordhoch von über 7.500 Punkten erreichte, bleibt die Stimmung an der Wall Street instabil.

Anleger sorgen sich zunehmend über die steigenden Spannungen zwischen den USA und Iran, während höhere Ölpreise die Angst vor neuer Inflation schüren. Diese Kombination sorgt für erhebliche Schwankungen an den Aktienmärkten, ungeachtet des Optimismus bezüglich KI-Aktien und starker Unternehmenszahlen.

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