ASML erleidet Rückschlag aus Taiwan. Der Chiphersteller TSMC hat angekündigt, die neuesten und teuersten Chipmaschinen des niederländischen Unternehmens vorerst nicht nutzen zu wollen. Diese Entscheidung wirft Fragen zur Nachfrage nach dieser fortschrittlichen Technologie und zur Position beider Unternehmen in der Chipindustrie auf.
Laut TSMC sind die sogenannten High-NA-EUV-Maschinen schlichtweg zu teuer. Gleichzeitig hebt ein Analyst hervor, dass die Nachricht möglicherweise mehr über die Situation bei TSMC selbst aussagt als über ASML.
TSMC: Neueste Maschinen sind zu teuer
Die High-NA-EUV-Maschinen gelten als die fortschrittlichsten Chipmaschinen, die ASML derzeit anbietet. Sie kosten etwa 350 Millionen Euro pro Stück. Für TSMC ist dieses Preisniveau ein wesentlicher Grund, vorerst Abstand zu nehmen.
Topmanager Kevin Zhang bezeichnet die Maschinen als „sehr, sehr teuer“ und erklärt, dass sein Unternehmen vorerst auf die aktuelle Generation der EUV-Technologie setzt. Damit kann TSMC weiterhin Chips produzieren, die den Marktanforderungen gerecht werden.
Auffällig ist, dass TSMC die neuesten Maschinen bereits besitzt, sie jedoch ausschließlich für Forschungszwecke und nicht für die Massenproduktion einsetzt.
Analyst: Signal kommt von TSMC, nicht von ASML
Laut Analyst Jos Versteeg von InsingerGilissen muss sich ASML wenig Sorgen machen. Er betrachtet die Aussage von TSMC vor allem als Indikator dafür, dass es beim Chiphersteller selbst nicht ganz rund läuft.
„Offenbar läuft es bei TSMC noch nicht ganz rund“, erklärt er. Versteeg zufolge handelt es sich zudem nicht um eine Verhandlungstaktik über die Medien, sondern um eine ehrliche Abwägung.
Für ASML könnte die Situation sogar von Vorteil sein. Die älteren, günstigeren Maschinen bieten nämlich höhere Margen. Der Analyst erwartet daher keine negativen Auswirkungen auf die Ergebnisse des Unternehmens.
Fokus auf Optimierung ohne neueste Technologie
TSMC scheint bewusst eine andere Strategie zu verfolgen. Anstatt sofort auf die neueste Generation von Maschinen umzusteigen, möchte das Unternehmen zunächst untersuchen, wie die bestehende Technologie weiter optimiert werden kann.
Dafür investiert der Chiphersteller kräftig. In diesem Jahr plant TSMC, Dutzende Milliarden Dollar in die Entwicklung und Produktion von Chips zu stecken.
Mittwoch wird zum wichtigsten Börsentag des Monats
An der Wall Street stehen die Quartalszahlen der Big-Tech-Konzerne im Fokus; Anleger achten vor allem auf KI-Investitionen und das künftige Gewinnwachstum der Unternehmen.
USA setzen Angriffe gegen Iran aus, Oman vermittelt in Hormus-Frage
Die USA setzen ihre Angriffe gegen Iran aus. Zugleich kommt die Diplomatie wieder in Gang, und die Gespräche über die Straße von Hormus machen vorsichtig Fortschritte.
Robert Kiyosaki warnt vor Kollaps der Weltwirtschaft
Robert Kiyosaki warnt erneut vor einem weltweiten Wirtschaftscrash und sieht Bitcoin, Gold und Silber weiterhin als besten Schutz für Anleger.
Meist gelesen
Kryptoexperte: In 24 Tagen gibt es neue XRP-Millionäre
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Krypto-Anleger prognostizieren XRP-Kurs zum 1. August 2026
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.
ChatGPT prognostiziert XRP-Kurs auf dieses Niveau bis Ende 2026
ChatGPT erwartet, dass der XRP-Kurs bis Ende 2026 auf 1,40 US-Dollar steigen kann, warnt aber zugleich vor anhaltendem Verkaufsdruck.
