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ASML wird weniger Stellen abbauen als ursprünglich angekündigt. Nach Gesprächen mit niederländischen Gewerkschaften hat der Chipmaschinenhersteller Vereinbarungen getroffen, um einen Teil der geplanten Entlassungen zu vermeiden.

Die Mitarbeiter erfahren nächsten Monat, ob ihre Stelle betroffen ist. Auch der Beginn der eigentlichen Umstrukturierung verzögert sich gegenüber den ursprünglichen Erwartungen.

Weniger Entlassungen als ursprünglich geplant

ASML hatte im Januar angekündigt, etwa 1.700 Stellen abbauen zu wollen, das sind rund vier Prozent der Belegschaft. Das Unternehmen wollte so die Anzahl der Managementebenen reduzieren und die Organisation effizienter gestalten.

Nach Konsultationen mit den Gewerkschaften zeigt sich jedoch, dass der Eingriff weniger drastisch ausfällt. Wie viele Stellen letztlich wegfallen, ist noch unklar. Laut ASML wird derzeit geprüft, wie die Anzahl der betriebsbedingten Kündigungen weiter reduziert werden kann.

Die endgültigen Zahlen werden erst bekannt gegeben, wenn der gesamte Prozess abgeschlossen ist.

Mitarbeiter erhalten mehr Zeit

Mitarbeiter, deren Position entfällt, erhalten ausreichend Zeit, sich innerhalb oder außerhalb des Unternehmens neu zu orientieren.

Laut der Gewerkschaft De Unie haben betroffene Arbeitnehmer bis Mai 2027 die Möglichkeit, eine neue Beschäftigung zu finden. Die Umstrukturierung selbst beginnt voraussichtlich erst am 1. Mai.

Zusätzlich wurden Vereinbarungen über Abfindungen getroffen. Die maximale Entschädigung kann bis zu 400.000 Euro pro Arbeitnehmer betragen.

KI-Boom stützt weiterhin ASML

Die Umstrukturierung erfolgt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. ASML profitiert derzeit stark von der weltweiten Investitionswelle in künstliche Intelligenz.

Das Unternehmen aus Veldhoven ist der einzige Hersteller der fortschrittlichsten Lithografie-Maschinen der Welt. Diese Maschinen sind entscheidend für die Herstellung der neuesten Chip-Generation, die in KI-Rechenzentren zum Einsatz kommt.

Ein großer Teil der weltweit in KI-Infrastruktur investierten hunderten Milliarden Dollar fließt dadurch indirekt zu ASML.

Zweifel am Wachstumstempo

Trotz der starken Nachfrage stellen einige Anleger die Frage, wie schnell ASML seine Produktionskapazität ausbauen kann.

Chip-Hersteller wie TSMC, Samsung und Intel investieren massiv in neue Fabriken und Produktionslinien. Dadurch steigt die Nachfrage nach ASML-Maschinen rasant an.

Anleger wollen vor allem wissen, ob ASML in den kommenden Jahren genügend Kapazität hat, um dieser Nachfrage gerecht zu werden.

Vorläufig bleibt das Unternehmen einer der größten Gewinner des globalen KI-Rennens. Gleichzeitig zeigt die Umstrukturierung, dass ASML hinter den Kulissen weiterhin an einer effizienteren Organisation arbeitet, trotz der Rekordnachfrage nach seiner Technologie.

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