ASML, der niederländische Hersteller von Chipmaschinen und einer der wichtigsten Akteure im globalen Technologiesektor, plant den Abbau von rund 1.700 Arbeitsplätzen.
Dies geschieht zeitgleich mit dem dreizehnten Jahr in Folge, in dem das Unternehmen Umsatzwachstum meldet und von der enormen Investitionswelle rund um künstliche Intelligenz profitiert.
Stellenabbau vor allem in den Niederlanden
CEO Christophe Fouquet bestätigt, dass der Stellenabbau hauptsächlich in den Niederlanden erfolgt. Auch in den USA werden einige Positionen gestrichen. Insgesamt betrifft es etwa vier Prozent der Belegschaft, insbesondere in leitenden Positionen innerhalb der Technologie- und IT-Abteilungen.
Auffällig ist, dass die Umstrukturierung mit starken Quartalszahlen zusammenfällt. ASML verzeichnete einen Rekord an neuen Aufträgen und erwartet auch 2026 Umsatzwachstum. Dennoch strebt das Unternehmen eine interne Restrukturierung an.
ASML profitiert von KI-Investitionen
ASML ist weltweit der einzige Hersteller von fortschrittlichen Lithografiemaschinen, die für die Produktion modernster Chips benötigt werden. Diese einzigartige Position macht das Unternehmen zu einem direkten Gewinner der weltweiten Investitionen in Milliardenhöhe in KI-Rechenzentren und Halbleiter.
Gerade diese starke Ausgangsposition macht den Stellenabbau bemerkenswert. Für Investoren deutet der Schritt nicht auf nachlassende Nachfrage hin, sondern auf eine bewusste Restrukturierung. ASML will effizienter werden, da das Wachstum kräftig anhält.
Weniger Bürokratie
Laut Finanzvorstand Roger Dassen liegt der Grund vor allem intern. ASML erhielt Hinweise darauf, dass die Organisation zu komplex geworden ist, wodurch viel Zeit für Abstimmung und Prozesse verloren geht. Der Schritt soll sicherstellen, dass Ingenieure sich wieder auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.
„Das Ziel ist, dass Techniker wieder Techniker sein können“, erklärt Dassen gegenüber Journalisten.
Signal an Investoren und Technologiesektor
Für Investoren zeigt dieser Schritt, dass selbst schnell wachsende Technologieunternehmen weiterhin auf Effizienz achten. In einem Umfeld, in dem Margen, Personal und Innovation unter Druck stehen, entscheiden sich Unternehmen zunehmend für Restrukturierungen, auch bei starkem Umsatzwachstum.
Die Ankündigung von ASML fügt sich in einen breiteren Trend ein, bei dem große Technologieunternehmen ihre Organisationen vereinfachen, während die Nachfrage nach Chips und KI-Lösungen unvermindert hoch bleibt.
Warum der Iran-Krieg vorerst keine Inflationswelle wie in den 70ern auslöst
Die Inflationssorgen rund um Iran waren und sind groß. Dennoch ist eine Teuerungswelle wie in den 1970er-Jahren bislang ausgeblieben. Woran liegt das?
Europa spart viel und investiert zu wenig
Enrico Letta, der frühere Ministerpräsident Italiens, schreibt in der Financial Times, Europa müsse jetzt handeln, wenn es relevant bleiben wolle.
Apple verklagt OpenAI wegen angeblichen Diebstahls von iPhone-Geheimnissen
Apple verklagt OpenAI und den Hardwarechef des Unternehmens wegen mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen – kurz vor dem Börsengang des KI-Unternehmens.
Meist gelesen
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
SWIFT drängt in Ripples Kernmarkt: Gerät XRP unter Druck?
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
