ASML hat im vierten Quartal 2025 eine Rekordzahl an Bestellungen erhalten. Die weltweit steigenden Investitionen in künstliche Intelligenz treiben die Nachfrage nach den fortschrittlichen Chipmaschinen des niederländischen Unternehmens in ungeahnte Höhen.
AI treibt Nachfrage nach EUV-Maschinen
Der Chipmaschinenhersteller aus Veldhoven verzeichnete im vierten Quartal 2025 neue Aufträge im Wert von 13,2 Milliarden Euro. Diese Summe liegt fast doppelt so hoch wie die Erwartungen der Analysten, die von 6,85 Milliarden Euro ausgegangen waren. Mehr als die Hälfte der Bestellungen, im Wert von 7,4 Milliarden Euro, entfiel auf die fortschrittlichsten EUV-Lithografiemaschinen. Diese Technologie ist entscheidend für die Herstellung von KI-Chips wie denen von Nvidia.
ASML ist weltweit der einzige Anbieter dieser Maschinen. Große Chiphersteller wie TSMC und Intel investieren massiv, um die steigende Nachfrage von Technologieriesen wie Microsoft und Meta zu bedienen, die Milliarden in den Bau neuer KI-Rechenzentren stecken.
„Mehr Vertrauen in anhaltende AI-Nachfrage“
ASML-Vorstandsmitglied Christophe Fouquet sieht eine deutliche Stimmungsverbesserung bei den Kunden. „Viele unserer Kunden haben kürzlich ein optimistischeres Bild der Marktsituation auf mittlere Sicht gezeichnet“, erklärt er. „Vor allem, weil sie stärker an die anhaltende Nachfrage nach KI-Anwendungen glauben.“
Dieses Vertrauen spiegelt sich in höheren Investitionsplänen der Chiphersteller wider, bemerkt ASML. Diese gestiegene Ambition ist direkt in den Rekordaufträgen des vergangenen Quartals sichtbar. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro, eine deutliche Erhöhung im Vergleich zu früheren Erwartungen.
China bleibt Schlüsselmarkt trotz Exportverbote
China war im vierten Quartal erneut der größte Absatzmarkt für ASML. Das Land war verantwortlich für 36 Prozent der weltweiten Systemverkäufe. Dies ist bemerkenswert, da das Unternehmen aufgrund amerikanischer Exportbeschränkungen keine EUV-Maschinen und nur begrenzte Mengen fortschrittlicher DUV-Systeme nach China liefern darf.
Chinesische Chiphersteller kaufen jedoch weiterhin in großem Umfang ältere ASML-Maschinen, um sogenannte reife Chips zu produzieren. Somit bleibt der chinesische Markt von großer Bedeutung für den Umsatz des niederländischen Tech-Unternehmens.
Weiterhin gab ASML bekannt, dass es die Berichterstattung über Quartalsbuchungen einstellen wird. Laut dem Unternehmen vermitteln diese Zahlen ein verzerrtes Bild der zugrunde liegenden Marktdynamik. Zudem wurde angekündigt, dass die Technologie- und IT-Abteilungen reorganisiert werden, was zu einem Stellenabbau führen könnte.
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