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Der KI-Hype scheint vorerst nicht abzuflauen. Nvidia (NVDA), das Aushängeschild der Chipbranche, profitiert davon in hohem Maß. Die Aktie legte im vergangenen Monat um mehr als acht Prozent zu; aus technischer Sicht bleibt der Weg nach oben weiter offen.
Newsbit-Analyst Erik Juffermans analysiert die Charts und die wichtigsten Marken für die kommenden Monate. Dennoch gibt es auch Signale, die Anleger nicht ignorieren sollten. Wie viel Potenzial steckt noch in NVDA?
Zunächst der Blick auf den Chart. Ende Juli testete der Nvidia-Kurs zum zweiten Mal die Unterstützungszone um 190 Dollar. Von dort aus setzte eine kräftige Erholung ein. Die Aktie stieg bis auf ein jüngstes Hoch von 228 Dollar, ein Plus von mehr als 20 Prozent.
In den vergangenen Tagen hat die Dynamik etwas nachgelassen. Anlass zur Sorge liefert das vorerst kaum. Die Unterstützungszone um 190 Dollar hielt, und Käufer übernahmen dort klar die Kontrolle.

Im Wochenchart zeigt sich jedoch ein wichtiges Warnsignal. Dort ist ein klar ansteigendes Keilmuster zu erkennen. Solche Formationen lösen sich vergleichsweise häufig nach unten auf und können daher auf spätere Kursverluste hindeuten.
Garantiert ist ein Rückgang allerdings keineswegs. Innerhalb des aktuellen Musters bleibt zudem Spielraum für weitere Gewinne. Hält NVDA den Aufwärtstrend, rückt in den kommenden Monaten ein Kurs um 270 Dollar in den Fokus.

Am Mittwoch nächster Woche steht für Anleger ein wichtiger Test an. Dann legt Nvidia seine neuen Quartalszahlen vor. Der erwartete Umsatz liegt bei gut 91 Milliarden Dollar, nach rund 79 Milliarden Dollar im Vorquartal.
Das wäre erneut ein kräftiges Wachstum. Zudem hat Nvidia in den vergangenen Quartalen die Umsatzerwartungen der Analysten übertroffen. Eine weitere positive Überraschung ist damit möglich.
Starke Zahlen bedeuten jedoch nicht automatisch steigende Kurse. Rund um frühere Quartalsberichte gab der Nvidia-Kurs regelmäßig nach, selbst wenn das Unternehmen besser abgeschnitten hatte als von Analysten erwartet. Die Erwartungen an Nvidia sind hoch; gute Zahlen allein reichen daher nicht immer, um Anleger zu überzeugen.
Auf längere Sicht bleibt die anhaltende Nachfrage aus dem KI-Sektor ein wichtiger Wachstumstreiber. Solange diese Nachfrage hoch bleibt und Nvidia den Umsatz Quartal für Quartal weiter steigern kann, schafft das eine solide Grundlage für eine höhere Bewertung.
Bank of America bleibt auffallend zuversichtlich für Nvidia und hält an einem Kursziel von 350 Dollar fest. Analyst Vivek Arya geht davon aus, dass die Aktie derzeit 34 bis 50 Prozent unter ihrem fairen Wert notiert.
Gleichzeitig wächst Nvidias finanzielle Bedeutung innerhalb des KI-Sektors. Das Unternehmen entwickelt sich dadurch zunehmend zu etwas, das sich als eine Art „KI-Bank“ beschreiben lässt.
Nvidia garantiert unter anderem Leasingverpflichtungen von bis zu 105 Milliarden Dollar für ein OpenAI-Rechenzentrum in Ohio. Im Gegenzug erhält das Unternehmen exklusiven Zugang zur KI-Recheninfrastruktur an diesem Standort. Damit setzt Nvidia nicht nur auf den Verkauf von Chips, sondern übernimmt auch eine immer größere Rolle bei Finanzierung und Infrastruktur des KI-Booms.
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