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SK Hynix will eigene Aktien im Wert von umgerechnet 28,6 Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Dank der enormen Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen verfügt der südkoreanische Chiphersteller über Rekord-Cashflows und setzt nun einen Teil dieser Mittel für das milliardenschwere Rückkaufprogramm ein.
Die Ankündigung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Nach dem kräftigen Wachstum am Chipmarkt schwächen sich die Preisanstiege allmählich ab. Anleger achten daher stärker darauf, wie SK Hynix seine solide Finanzlage nutzen kann, falls sich das Wachstum der Branche abkühlt.
Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, bis zu 40 Billionen südkoreanische Won für den Aktienrückkauf einzuplanen. Das entspricht rund 28,6 Milliarden US-Dollar oder etwa 24,5 Milliarden Euro.
Zwischen dem 20. August und dem 19. November will SK Hynix bis zu 24 Millionen eigene Aktien zurückkaufen.
Wenn Aktien vom Markt genommen werden, sinkt die Zahl der umlaufenden Papiere. Für bestehende Aktionäre kann das vorteilhaft sein, weil künftige Gewinne auf weniger Aktien verteilt werden.
Anleger hatten den Plan bereits seit Längerem erwartet. Dank der starken Geschäftsentwicklung hat SK Hynix erheblichen finanziellen Spielraum aufgebaut, um in großem Umfang eigene Aktien zurückzukaufen.
SK Hynix ist ein wichtiger Hersteller von Speicherchips, die in leistungsstarken KI-Systemen und Rechenzentren eingesetzt werden. Die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz haben die Nachfrage nach diesen Chips stark erhöht.
Zugleich bleibt das Angebot knapp, sodass SK Hynix von höheren Preisen profitieren konnte. Dem Unternehmen verschafft das derzeit Rekord-Cashflows.
Gerade jetzt stellt sich jedoch zunehmend die Frage, wie lange diese außergewöhnlichen Bedingungen anhalten. Die Preisanstiege bei Speicherchips lassen nach, womit sich letztlich auch das Gewinnwachstum verlangsamen könnte.
Aktienrückkäufe und Dividenden werden damit für Anleger wichtiger. Sie können die Aktie stützen, wenn der Markt weniger bereit ist, immer weiteres Wachstum durch den KI-Boom einzupreisen.
Mit dem angekündigten Aktienrückkauf nutzt SK Hynix die aktuellen Rekord-Cashflows, um sich frühzeitig auf eine Phase vorzubereiten, in der das Wachstum am Chipmarkt weniger spektakulär ausfallen könnte.
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