Sergio Massa, ein argentinischer Präsidentschaftskandidat, plant in einem mutigen Schritt eine Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) einzuführen, um die anhaltende Inflationskrise zu bekämpfen. Gleichzeitig haben Rivalen wie Javier Milei und Patricia Bullrich unterschiedliche Visionen für Argentiniens wirtschaftliche Zukunft. Zum Beispiel ist Javier Milei bekannt für seine Unterstützung von Bitcoin.
Bekommt Argentinien eine CBDC?
Während der Präsidentschaftsdebatte am 2. Oktober versprach der argentinische Präsidentschaftskandidat Sergio Massa, im Falle eines Wahlsiegs eine Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) einzuführen, um die anhaltende Inflationskrise des Landes zu bewältigen. „Inflation ist klarerweise ein großes Problem für Argentinien“, betonte Massa, der derzeit als Wirtschaftsminister tätig ist.
Er erläuterte seine Strategie, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen: „Wir führen eine digitale Währung in Argentinien ein, die wir weltweit allen Argentiniern zur Verfügung stellen werden. Dabei implementieren wir auch ein Anti-Geldwäschegesetz, so dass Menschen mit Vermögen im Ausland dieses nutzen können, ohne zusätzlichen steuerlichen Druck.“
Darüber hinaus bezog sich Massa auf die Idee, zum US-Dollar zu wechseln. Er betonte die Wichtigkeit, die argentinische Währung zu erhalten und zu fördern: „Eine Dollarisierung erhält gerade die Attraktivität des Dollars. Wir sollten patriotisch sein, unsere nationale Währung verteidigen und ihre Nutzung fördern, anstatt uns auf den US-Dollar zu verlassen.“
Die allgemeinen Wahlen in Argentinien sind für den 22. Oktober geplant.
Wahlumfragen und Kandidatenpositionen
Zwei der drei Hauptumfragen zeigen, dass Sergio Massa leicht hinter Javier Milei zurückliegt. Milei, der die Vorwahlen im August gewann, ist bekannt als Befürworter von Bitcoin und hat sich gegen das Konzept einer Zentralbank ausgesprochen.

Geografisch gesehen sind die argentinischen Wähler in ihren Präferenzen geteilt. Daten des US-amerikanischen Think Tanks AS/COA zeigen, dass Massa wahrscheinlich die meiste Unterstützung in der Provinz Buenos Aires erhalten wird, in der 16,6 Millionen der 46 Millionen Argentinier leben. Andererseits erhält Milei mehr Unterstützung in ländlichen Gebieten.
Milei, ein Ökonom und Libertärer, hat vorgeschlagen, den US-Dollar als offizielle Währung Argentiniens einzuführen. Er hat sich immer kritisch über Zentralbankwesen geäußert und verspricht sogar, die Zentralbank von Argentinien als Teil seines Wahlkampfes abzuschaffen. Er betrachtet Bitcoin als eine Antwort auf das, was er „Zentralbankbetrüger“ nennt, und behauptet, dass der argentinische Peso von Politikern verwendet wird, um die Bevölkerung durch Inflation zu täuschen.
Patricia Bullrich, die dritte Hauptpräsidentschaftskandidatin, hat eine andere Sichtweise. Wenn sie gewählt wird, möchte sie ein Währungssystem einführen, in dem sowohl der argentinische Peso als auch der US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert werden.

Der argentinische Peso hat seit Dezember 2023 mehr als 99% seines Wertes gegenüber dem US-Dollar verloren. Dieser starke Rückgang ist ein Indikator für die gravierende Abwertung der nationalen Währung. Argentinien hat derzeit eine der höchsten Inflationsraten der Welt, wobei nur Venezuela und Libanon noch höhere Raten melden.
Russland legt Starttermin für digitalen Rubel fest
Russland führt den digitalen Rubel am 1. September ein – trotz europäischer Sanktionen und Sorgen über den internationalen Zahlungsverkehr.
Französische Großbank steigt mit eigenem Euro-Coin in den Kryptomarkt ein
In Europa arbeiten immer mehr Banken an eigenen Stablecoins. Nun gibt auch die zweitgrößte Bank Frankreichs mit EURXT einen Euro-Stablecoin auf Ethereum aus.
Circle-Aktie bricht nach Stablecoin-Vorstoß von 140 Unternehmen um 17 Prozent ein
Der USDC-Emittent Circle büßte mehr als 17 Prozent ein, nachdem 140 Unternehmen einen konkurrierenden Stablecoin angekündigt hatten. Wie ernst ist die Gefahr?
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Machine-Learning-Algorithmus sagt XRP-Kurs für den 1. Juli 2026 voraus
KI-Modelle prognostizieren weitere Schwäche für XRP. Große Abverkäufe durch Wale und sinkende Aktivität belasten den Kurs erheblich.
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
