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Die kommende Woche dürfte für Anleger und politische Entscheidungsträger wichtig werden. In den USA werden neue Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, während die Lage um Iran und die Straße von Hormus erneut unsicher geworden ist.
Normalerweise endet die erste Woche eines Monats am Freitag mit dem Arbeitsmarktbericht. Diesmal kommt es anders. Weil die US-Börsen am Freitag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen bleiben, wird der offizielle Arbeitsmarktbericht für Juni bereits am Donnerstag veröffentlicht.
Der Bericht gilt als eine der wichtigsten Konjunkturkennzahlen für die US-Notenbank.
Neben dem Arbeitsmarktbericht stehen weitere Daten zum Arbeitsmarkt an. Veröffentlicht werden unter anderem die ADP-Beschäftigungszahlen, die von Challenger gemeldeten Entlassungsankündigungen sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
Außerdem legt die US-Regierung Zahlen zu offenen Stellen, Auftragseingängen in der Industrie, Bauausgaben und Autoverkäufen vor. Sie sollen zeigen, ob die US-Wirtschaft weiter robust bleibt oder ob die höheren Zinsen Unternehmen und Verbraucher inzwischen stärker belasten.
Für die Federal Reserve ist vor allem der Arbeitsmarkt entscheidend. Solange die Beschäftigung stark bleibt und die Löhne deutlich steigen, kann die Notenbank länger an einem restriktiven geldpolitischen Kurs festhalten.
Auch Fed-Vorsitzender Kevin Warsh steht in der kommenden Woche im Blickpunkt. Er spricht am Mittwoch beim jährlichen Forum der Europäischen Zentralbank im portugiesischen Sintra. Anleger werden vor allem auf Hinweise zum Zinskurs achten. Der Markt preist seit Kurzem wieder Zinserhöhungen in den USA ein, nachdem die Inflationssorgen zurückgekehrt sind.
Ein strenger Ton von Warsh könnte den Dollar und die Anleiherenditen weiter stützen. Eine vorsichtigere Botschaft dürfte dagegen für Erleichterung an den Finanzmärkten sorgen.
Neben den Konjunkturdaten bleibt die Lage um Iran entscheidend. In den vergangenen Wochen hatten Anleger auf eine Entspannung gehofft, nachdem es vorläufige Vereinbarungen zur Straße von Hormus gegeben hatte, einer zentralen Route für den weltweiten Ölhandel.
Diese Hoffnung ist jedoch erneut unter Druck geraten. Am Wochenende sollen die USA und Iran wieder Feuer ausgetauscht haben, auch wenn beide Länder nun vereinbart haben, die Angriffe einzustellen und wieder miteinander zu sprechen. Zudem gibt es Berichte, wonach Gespräche zwischen den Parteien auf unbestimmte Zeit abgesagt wurden.

Berichten zufolge beansprucht Iran im Rahmen der vorläufigen Friedensvereinbarungen mit Präsident Trump zudem das alleinige Recht, den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu kontrollieren. Versuche, diese Rolle zu umgehen, könnten nach Darstellung Teherans neue Angriffe auslösen.
Die Unsicherheit rund um Hormus ist bedeutsam, weil eine Störung der Schifffahrt den Ölpreis rasch nach oben treiben könnte. Höhere Ölpreise könnten wiederum die Inflation erneut anfachen.
Das würde die Zentralbanken in eine schwierige Lage bringen. Einerseits gibt es Anzeichen für eine Abkühlung der Wirtschaft. Andererseits könnte ein erneuter Anstieg der Energiepreise die Inflation hartnäckiger machen.
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