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Die Einführung von Twenty One, einem neuen börsennotierten Unternehmen, das voll auf Bitcoin (BTC) setzt, scheint auf den ersten Blick eine direkte Herausforderung für Michael Saylor’s Unternehmen Strategy (MSTR) zu sein. Aber laut Analysten von TD Cowen könnte dieser neue Akteur tatsächlich als Katalysator für eine breitere Anerkennung von Saylor’s Langzeitvision wirken.

Institutionelles Interesse könnte neuen Schub bekommen

Twenty One, unterstützt unter anderem von SoftBank, Tether und Cantor Fitzgerald, tritt mit einer beeindruckenden 42.000 Bitcoin in der Bilanz auf. Damit ist es vom ersten Tag an der drittgrößte öffentliche Bitcoin-Besitzer der Welt. Der Wert dieses Besitzes liegt derzeit bei rund 4 Milliarden Dollar.

Anstatt um Marktanteile oder erhöhte Konkurrenz auf dem Kapitalmarkt zu fürchten, sehen die Analysten Lance Vitanza und Jonnathan Navarrete von TD Cowen vor allem eine fundamentale Bestätigung der Strategie, die Strategy schon seit Jahren verfolgt. Ihrer Meinung nach könnte dieser Schritt sogar skeptische institutionelle Investoren überzeugen. Etwas, worauf Saylor seit 2020 setzt.

Die Ankunft eines starken Mitspielers wie Twenty One erhöht nicht nur die Nachfrage nach Bitcoin. Es unterstreicht auch die Lebensfähigkeit des Modells, in dem Bitcoin nicht als spekulative Investition, sondern als Kern der Unternehmensstrategie gesehen wird. In dieser Sichtweise ist es keine Bedrohung, sondern vielmehr eine Stärkung des Ökosystems, in dem sich Strategy befindet.

CEP schießt nach Börsennachrichten über Twenty One in die Höhe

Der Kurs des SPAC-Vehikels Cantor Equity Partners (CEP), mit dem Twenty One an die Börse geht, stieg nach der Ankündigung um satte 130 Prozent. Die Aktien von Strategy selbst blieben stabil. Dies zeigt Resilienz, trotz der Nachrichten über einen neuen Konkurrenten.

TD Cowen behält sein Kursziel für Strategy bei 550 Dollar. Laut ihrer Prognose könnte das Unternehmen bis Ende 2027 etwa 757.000 BTC besitzen. Das entspräche mehr als 3,5 Prozent der gesamten Bitcoin-Vorräte. Wenn der durchschnittliche Preis von Bitcoin zu diesem Zeitpunkt 170.000 Dollar beträgt, könnte der Wert von Strategy’s Bitcoin-Besitz auf 129 Milliarden Dollar ansteigen.

Dass ein Neuling wie Twenty One nicht für Unruhe sorgt, sondern als positives Signal gesehen wird, zeigt, wie erwachsen die Bitcoin-Landschaft wird. Crypto wird nicht länger nur als schnelle Gewinnchance gesehen. Immer öfter wird es als struktureller Bestandteil institutioneller Portfolios betrachtet.

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