Die Börsen von Abu Dhabi und Dubai bleiben nach den Raketen- und Drohnenangriffen aus dem Iran zwei Tage geschlossen. Die Aufsichtsbehörde möchte verhindern, dass Panik unter Anlegern zu einem Börsencrash führt. Seit Samstag wurden beide Städte von Hunderten Raketen und Drohnen angegriffen.
Immobilienmarkt und Tourismus in Gefahr
Die meisten Raketen wurden abgefangen, jedoch wurden an mehreren Orten Schäden gemeldet. Die Emirate gelten international als stabiler Finanzknotenpunkt im Nahen Osten. Dieser Ruf steht nun auf dem Spiel.
Laut Analysten von Bloomberg Intelligence könnten die Angriffe zu einem erheblichen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien führen. Projektentwickler riskieren Schwierigkeiten beim Verkauf von Hunderttausenden neuer Wohnungen, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen sollen.
Auch der Tourismussektor könnte betroffen sein, sollte die Zahl der Besucher zurückgehen. Unternehmen wie Emaar und Banken mit starker Inlandsexponierung gelten als anfällig.
Börsenschließung ist äußerst selten
Das Aussetzen des Handels ist in den Emiraten ungewöhnlich. Abgesehen von Feiertagen sind die Börsen fast nie geschlossen. Das letzte Mal geschah dies 2022 nach dem Tod von Präsident Sheikh Khalifa bin Zayed Al Nahyan.
International kommt es bei extremer Unsicherheit häufiger zu Börsenschließungen. Die Türkei setzte den Handel 2023 nach einem schweren Erdbeben für eine Woche aus. Russland stoppte 2022 den Handel etwa einen Monat nach der Invasion in der Ukraine. In Griechenland blieb die Börse 2015 während der Schuldenkrise fünf Wochen geschlossen.
Die Börse von Kuwait hat den Handel nach einer kurzen Schließung inzwischen wieder aufgenommen. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, wie Anleger reagieren, wenn auch Abu Dhabi und Dubai wieder öffnen.
Heute um 14.30 Uhr: Wichtige Inflationsdaten für S&P 500 und Nasdaq
Die Wall-Street-Futures notieren vor den wichtigen Inflationsdaten leicht im Plus, während koreanische Chipwerte deutlich zulegen.
CoreWeave-Aktie legt nach starken Quartalszahlen um 15 Prozent zu
CoreWeave gewinnt nach starken Quartalszahlen 15 Prozent. Der Umsatz verdoppelt sich, die Prognosen steigen und der Auftragsbestand erreicht 104 Milliarden Dollar.
Gewinne stützen die Börse, Öl wird zum Risiko
Die Wall Street hält sich dank starker Quartalszahlen, doch der Markt bleibt ein Drahtseilakt. Ist das eine tickende Zeitbombe?
Meist gelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
