Bitcoin steht erneut an einem Punkt, an dem sich viele Anleger fragen, ob jetzt ein interessanter Zeitpunkt für den Einstieg ist. Doch laut Analyst Willy Woo ist die Antwort vorläufig noch nein. Seine Botschaft ist klar: In einem Bärenmarkt geht es nicht um Eile, sondern um Geduld.
Woo zufolge gibt es normalerweise drei klare Signale, die das Ende eines Bärenmarktes markieren. Und derzeit sieht er diese noch nicht überzeugend.
Was laut Woo am Ende eines Bärenmarktes passiert
Der Kern seiner Analyse dreht sich um die Kostenbasis jüngerer Käufer. Das ist im Großen und Ganzen das durchschnittliche Niveau, auf dem neuere Käufer ihre Bitcoin erworben haben.
Woo zufolge sind am Ende eines Bärenmarktes meist drei Dinge zu beobachten:
- Der Kurs bricht überzeugend durch die Kostenbasis der jüngeren Anleger;
- Das abwartende Sentiment schlägt in eine aggressive Kaufbereitschaft um;
- dadurch steigt die Kostenbasis wieder an und das Bild wandelt sich von schwach zu stark.
Auf seiner Grafik zeigt er, dass dieser Prozess auch in früheren Zyklen sichtbar war. Zunächst fällt der Markt zurück und die Kostenbasis der jüngeren Anleger sinkt weiter. Erst wenn der Kurs diese Marke überzeugend durchbricht, beginnt eine neue, stärkere Phase.
Warum er jetzt noch kein Kaufsignal sieht
Woo zufolge befindet sich Bitcoin derzeit noch nicht an diesem Punkt. Der Bitcoin-Kurs liegt seiner Analyse nach noch nicht nahe genug an dem Punkt, an dem eine klare Wende eintritt. Im Gegenteil: Die Kostenbasis der jüngeren Anleger sinkt weiter.
Das ist wichtig, weil es ihm zufolge bedeutet, dass der Markt sein Bärenmarkt-Prozess noch nicht abgeschlossen hat.
Der Gedanke dahinter ist ziemlich einfach:
- Solange die Kostenbasis sinkt, bleibt der Markt in einer schwachen Phase;
- solange der Kurs diese Marke nicht überzeugend durchbricht, fehlt der echte Wendepunkt;
- und ohne diesen Wendepunkt ist geduldiges Warten klüger als zu frühes Einsteigen.

Bärenmärkte erfordern Disziplin
Woos Warnung ist vor allem psychologischer Natur. Viele Anleger möchten in einem schwachen Markt gerne das Tief erraten. Doch ihm zufolge wirkt sich das oft negativ aus. In einem Bärenmarkt werden gute Einstiegspunkte nicht durch Eile, sondern durch Disziplin belohnt.
Seine Botschaft ist also nicht, dass Bitcoin niemals wieder interessant wird. Im Gegenteil. Er sagt vielmehr, dass der Zeitpunkt zum Kaufen wahrscheinlich kommen wird, aber erst, wenn eine tatsächliche Kreuzung von Kurs und Kostenbasis näher rückt und sich der Markt sichtbar im Charakter verändert.
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