Bitcoin (BTC) verspricht viel. Es ist Gold, jedoch mit allen Vorteilen und Annehmlichkeiten des Digitalen. Im Laufe der Zeit hat dies zu einer enormen Wertsteigerung der Münze geführt. Dennoch gibt es auch Stimmen, die ein ganz anderes Zukunftsbild zeichnen.
Justin Bons, Gründer und CIO des europäischen Krypto-Fonds Cybercapital, prognostiziert nämlich, dass das Ende von Bitcoin näher sein könnte als gedacht.
Sinkende Belohnungen
Analyst Justin Bons warnt auf X, dass Bitcoin innerhalb von 7 bis 11 Jahren seine Existenzberechtigung verlieren könnte. Ihm zufolge liegt die Ursache bei dem Proof-of-Work (PoW)-Konsensmechanismus, auf dem das Netzwerk läuft. Dieses System ist vollständig von Minern abhängig, die Transaktionen verarbeiten und das Netzwerk sichern.
Miner verdienen auf zwei Arten: über Blockbelohnungen und Transaktionsgebühren. Durch das bekannte Bitcoin halving halbiert sich die Belohnung alle vier Jahre. Obwohl der BTC-Kurs in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, gleicht dies laut Bons die sinkenden Einnahmen nicht ausreichend aus.
Hinzu kommt, dass Bitcoin vor allem als Wertspeicher und nicht als Zahlungsmittel genutzt wird. Die Anzahl der Transaktionen bleibt dadurch relativ niedrig, wodurch Miner wenig an Transaktionsgebühren verdienen.
Gefahr einer 51-Prozent-Attacke
Erst im Jahr 2140 erreicht Bitcoin seinen maximalen Vorrat von 21 Millionen Münzen. Ab diesem Zeitpunkt müssen Miner vollständig von Transaktionsgebühren leben. Bons meint jedoch, dass die Probleme schon viel früher beginnen. Durch die kommenden Halvings werden die Belohnungen so klein, dass seiner Ansicht nach das wirtschaftliche Fundament des Bitcoin-Minings bereits innerhalb von 7 bis 11 Jahren verschwinden könnte. Bons weist darauf hin, dass die Gesamteinnahmen der Miner in den vergangenen vier Jahren um 40 Prozent gesunken sind. Sollte sich dies fortsetzen, könnten Miner aussteigen, weil die Kosten höher als die Erträge werden. Eine sinkende Hashrate macht das Netzwerk anfällig für eine 51-Prozent-Attacke. In einem solchen Szenario kann eine Partei mehr als die Hälfte der Rechenleistung kontrollieren und so Transaktionen manipulieren oder sogar blockieren.
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