Die amerikanische Staatsverschuldung ist innerhalb von knapp zwei Wochen um 572 Milliarden Dollar angestiegen. Damit beläuft sich die Gesamtverschuldung der Vereinigten Staaten auf 32,03 Billionen Dollar, womit die amerikanische Schuldenlast größer ist als das kombinierte Bruttoinlandsprodukt (BIP) von China, Japan, Deutschland und dem Vereinigten Königreich.
Pro Haushalt beträgt die US-Staatsschuld 244.000 Dollar.
Gigantische Zinskosten
Bei den derzeitigen Zinssätzen würde die US-Regierung täglich etwa 2 Milliarden Dollar an Zinszahlungen aufbringen müssen. Selbst wenn jeder US-Haushalt monatlich 1.000 Dollar zurücklegen würde, um die Schulden abzuzahlen, würden dafür immer noch 20 Jahre benötigt.
Obwohl das Problem der US-Verschuldung schon seit geraumer Zeit von Experten und US-Bürgern beachtet wird, erwarten die meisten Analysten, dass sich das Problem in den nächsten 10 Jahren nur verschlimmern wird.
Nigel Green, CEO der weltweit tätigen deVere Group, prognostizierte kürzlich, dass die US-Schuldenlast in den kommenden Jahren wahrscheinlich in Richtung 50 Billionen Dollar steigen wird.
Damit werden auch die Zinskosten steigen, insbesondere wenn die Federal Reserve die Zinssätze auf dem aktuellen Niveau hält. Allein aus diesem Grund muss der Zinssatz gesenkt werden, um die Schuldenlast weiter bedienen zu können. Eine Verschuldung zu 5 Prozent wäre das Ende der Vereinigten Staaten. Dagegen kann die Bevölkerung nicht anarbeiten.
Riesige Probleme
Auch Investmentlegende Ray Dalio ist skeptisch, was die Fähigkeit der Vereinigten Staaten angeht, dieses Problem zu lösen. Laut dem Gründer des größten Hedgefonds der Welt – Bridgewater Associates – befinden sich die USA in einer „Schuldenkrise eines klassischen Großzyklus“.
Dalio ist ein Investor, der sehr auf die Geschichte schaut, und das nicht kurzfristig, sondern über Zeiträume von 80 bis 100 Jahren. Seiner Meinung nach befinden sich die USA derzeit in der letzten Phase ihrer dominanten Periode und es besteht die Möglichkeit, dass sich das geopolitische Spielfeld in den nächsten Jahren erheblich verändert.
„Wenn wir so weitermachen, angesichts dessen, was in den nächsten fünf bis zehn Jahren wahrscheinlich passieren wird, dann könnten wir einen Punkt erreichen, an dem es sehr schwierig ist, die Dinge im Gleichgewicht zu halten“, so Dalio.
Damit meint er, die Wirtschaft am Laufen zu halten und gleichzeitig eine (Hyper)Inflation zu verhindern. Für Bitcoin, mit seiner absoluten Knappheit von 21 Millionen Einheiten, scheint dies ein ideales Szenario zu sein.
Brüssel prüft DeFi-Kredite: Wer trägt die Verantwortung?
Die EU prüft strengere Regeln für DeFi-Kredite. Im Zentrum steht die Frage, wer verantwortlich ist, wenn Software eine Finanzdienstleistung erbringt.
Japan vergibt erstmals seit vier Jahren wieder Kryptolizenz
Japan erteilt Nomuras Laser Digital eine Kryptolizenz, während strengere Regulierung und das wachsende Interesse institutioneller Anleger den Markt verändern.
CFTC-Spitze: Kryptoregeln kommen – mit oder ohne Kongress
Die CFTC stellt klarere Kryptoregeln in den USA in Aussicht – selbst wenn der wichtige CLARITY Act im US-Senat scheitert.
Meist gelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
XRP-Kurs steigt um 22 Prozent auf 1,24 Dollar: die Gründe
XRP steigt um 22 Prozent auf 1,24 Dollar. Treiber sind die breite Krypto-Rally, positive Nachrichten aus Washington und eine bessere Marktstimmung.
