Die jüngste interne Untersuchung zu Terrorbedrohungen in Singapur hat gezeigt, dass Geldüberweisungen nach wie vor die wichtigste Methode zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten sind. Die Akzeptanz von Kryptowährungen bei terroristischen Organisationen bleibt jedoch gering.
Erhöhte Terrorgefahr durch globale Instabilität
Der Singapore Terrorism Threat Assessment Report 2024, herausgegeben von der Abteilung für Innere Sicherheit des Innenministeriums, weist auf eine erhöhte Terrorgefahr für Singapur aufgrund globaler Instabilität hin. Der Bericht betont einen Anstieg der Nutzung von Kryptowährungen zur Finanzierung durch verschiedene islamistische Terrorgruppen, darunter der Islamische Staat im Irak und in Syrien (ISIS).
Trotz des Aufkommens von Kryptowährungen erhält ISIS weiterhin den Großteil seiner Finanzierung durch traditionelle Geldüberweisungen. „Obwohl der Einsatz von Kryptowährungen zunimmt, bleiben die Hauptmittel für finanzielle Transaktionen durch ISIS und seine Filialen Geldkuriere und informelle Wertübertragungssysteme (Hawala)“, so der Bericht.
Finanzinstitute, Geldtransferbüros und Geldkuriere bleiben die bevorzugten Methoden terroristischer Organisationen zur Kapitalbeschaffung. Obwohl keine unmittelbare Bedrohung durch einen Angriff in Singapur gemeldet wurde, bleibt die Online-Selbstradikalisierung, gesteuert durch Anhänger der terroristischen Gruppe Hamas, ein wichtiger Bedrohungsfaktor.
Finanzierung von Terrorismus ist und bleibt strafbar
Im Februar führte eine pro-ISIS-Mediagruppe aus den Philippinen eine Fundraising-Kampagne durch, bei der Plakate geteilt wurden, um Kryptospenden zur Unterstützung der „Mudschaheddin (Kämpfer)“ zu erbitten.
Die Behörde erinnert die Bürger daran, dass die Finanzierung von Terrorismus strafbar ist. Dies wird sich auch nicht ändern. Seit 2015 wurden 13 Personen wegen Terrorismusfinanzierung verurteilt, darunter drei Singapurer und zehn Ausländer.
Strengere Regulierung gegen Terrorismusfinanzierung
Die Monetary Authority of Singapore (MAS) hat kürzlich das Risikoniveau für Krypto-Börsen und Anbieter von digitalen Zahlungstoken von mittel-niedrig auf mittel-hoch angehoben. Diese Änderung der Gesetzgebung soll verhindern, dass terroristische Organisationen die wirtschaftliche Offenheit Singapurs als internationales Finanz-, Geschäfts- und Transportzentrum zur Terrorismusfinanzierung missbrauchen.
Mit diesen Maßnahmen bleibt Singapur bestrebt, die Terrorismusfinanzierung einzudämmen und die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.
Blockchain.com sichert sich weitere wichtige Krypto-Lizenz
Blockchain.com erhält auf den Kaimaninseln eine VASP-Lizenz und baut damit weltweit regulierte Handels- und Verwahrdienste für digitale Vermögenswerte aus.
CLARITY Act lebt: Senat stellt Weichen für Abstimmung im September
Der Senat hat kurz vor der Sommerpause das Verfahren eingeleitet, um das Kryptogesetz im September zur Abstimmung zu stellen. Das bedeutet der Schritt für die Branche.
Aufschub beim US-Kryptogesetz gibt Asien die Chance auf Vorsprung
Der US-Senat verschiebt die Abstimmung über das Kryptogesetz auf September. Hongkong und Singapur könnten die entstehende Lücke unmittelbar nutzen.
Meist gelesen
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
SWIFT greift Ripples Kernidee auf: Braucht es XRP noch?
SWIFT macht bei Blockchain-Zahlungen einen großen Schritt. Was bedeutet das für Ripple, und wird XRP für internationale Transaktionen noch gebraucht?
Großbank bekräftigt sehr hohes XRP-Kursziel: 28 Dollar bis 2030
Standard Chartered nennt für XRP weiterhin ein Kursziel von 28 Dollar für 2030 – ungeachtet gedämpfter kurzfristiger Erwartungen und der Volatilität am Markt.
