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Das börsennotierte japanische Unternehmen Metaplanet hat seinen Bestand an Bitcoin (BTC) erneut ausgebaut. Im dritten Quartal kamen unter dem Strich 1.000 BTC hinzu. Damit hält das Unternehmen inzwischen 44.000 BTC im Wert von mehreren Milliarden Dollar.

Bemerkenswert ist vor allem, wie Metaplanet den Bestand erhöhte. Das Unternehmen verkaufte zunächst einen großen Teil seiner Bitcoins, hielt den Erlös vorübergehend als liquide Mittel und kaufte anschließend erneut Bitcoin. Wegen des inzwischen gestiegenen Bitcoin-Kurses fiel der Rückkauf deutlich teurer aus.

Metaplanet verkauft 10.000 BTC und kauft 11.000 BTC zurück

Metaplanet verkaufte zunächst 10.000 BTC für rund 789,2 Millionen Dollar. Dabei erzielte das Unternehmen durchschnittlich 78.925 Dollar je Bitcoin.

Wenig später machte Metaplanet den Verkauf weitgehend rückgängig. Das Unternehmen kaufte 11.000 BTC für 948,7 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag diesmal bei 86.246 Dollar je Bitcoin.

Damit zahlte Metaplanet beim Rückkauf im Schnitt gut 7.300 Dollar je BTC mehr, als es beim Verkauf erhalten hatte.

Nach Angaben des Unternehmens hatte der vorübergehende Verkauf einen klaren Zweck. Metaplanet hielt den Erlös eine Zeit lang als liquide Mittel, um nachzuweisen, dass es über ausreichend Liquidität verfügte, um seine verzinslichen Verbindlichkeiten zu decken.

Zur Tilgung dieser Schulden setzte das Unternehmen das Geld letztlich nicht ein. Stattdessen floss das Kapital erneut in Bitcoin.

Für den gesamten Bestand von 44.000 BTC hat Metaplanet nach eigenen Angaben rund 4,33 Milliarden Dollar ausgegeben. Das entspricht einem durchschnittlichen Kaufpreis von 98.454 Dollar je Bitcoin.

Metaplanet will Finanzgeschäft auf Bitcoin-Basis ausbauen

Unternehmenschef Simon Gerovich will weit mehr als nur möglichst viele BTC ansammeln. Nach seinen Plänen soll sich Metaplanet zu einem Finanzunternehmen entwickeln, in dessen Mittelpunkt Bitcoin steht.

Gerovich zufolge soll Metaplanet zum führenden auf Bitcoin spezialisierten Finanzunternehmen in Asien werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist es, mit dem Unternehmensvermögen Zinserträge zu erzielen. Dafür will Metaplanet vor allem in Vorzugspapiere investieren, die von anderen Unternehmen mit Bitcoin in der Bilanz ausgegeben werden.

Vorzugspapiere bieten Anlegern bestimmte Vorteile gegenüber Stammaktien, etwa einen Vorrang bei Dividendenzahlungen.

Metaplanet will etwa zehn bis fünfzehn Prozent seines Gesamtvermögens für solche Anlagen einsetzen. Deren Rendite soll die eigenen Finanzierungskosten übersteigen.

Mit den Erträgen lassen sich anschließend finanzielle Verpflichtungen bedienen. Überschüssige Mittel könnten wiederum in weitere Bitcoin-Käufe fließen.

Einnahmen aus Bitcoin-Optionen sinken um 51 Prozent

Nicht alle Bereiche der Bitcoin-Strategie verzeichnen Wachstum. Die Einnahmen aus Bitcoin-Optionen gingen bei Metaplanet im dritten Quartal deutlich zurück.

Mit diesen Finanzkontrakten versucht das Unternehmen, aus Bewegungen des Bitcoin-Kurses zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Der Umsatz aus diesem Geschäft belief sich im vergangenen Quartal auf rund 5,4 Millionen Dollar.

Das waren 51 Prozent weniger als im Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum betrug der Rückgang sogar 65 Prozent.

In den ersten neun Monaten des Jahres erreichte der Umsatz aus diesem Geschäft rund 35,2 Millionen Dollar. Trotz des Rückgangs erzielte Metaplanet damit im achten Quartal in Folge Einnahmen.

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