Der Bitcoin-Markt erhält erneut positive Signale. Dieses Mal kommt es von einem schwächelnden US-Dollar. Der US Dollar Index (DXY) erreichte diese Woche den tiefsten Stand seit 21 Jahren, was für risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin (BTC) ein günstiges Klima schafft. Das geht aus einer Analyse von CryptoQuant hervor.
DXY auf Tiefstand, Bitcoin profitiert
Neue Daten von CryptoQuant bestätigen das schon länger bekannte Phänomen: Bitcoin und der Dollar bewegen sich oft in entgegengesetzte Richtungen. Wenn der Dollar an Stärke verliert, dann gewinnt Bitcoin gerade an Boden.
Am 1. Juli fiel der DXY auf 96,377, ein Niveau, das wir seit 2021 nicht mehr gesehen haben. Der Dollar notiert jetzt mehr als 6,5 Punkte unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Das ist laut CryptoQuant „die größte Abweichung in 21 Jahren“. Obwohl der DXY nicht auf dem tiefsten Stand in 21 Jahren ist, zeigt er doch die meiste Schwäche in mehr als zwei Jahrzehnten. Wie Analyst Darkfost bemerkt:
„Während die US-Staatsschuld einen neuen Rekord erreicht, notiert der DXY historisch niedrig: 6,5 Punkte unter dem 200-Tage-Durchschnitt, die größte Abweichung der letzten 21 Jahre.“
Laut ihm bietet das gerade Chancen. Obwohl das auf den ersten Blick besorgniserregend für den Dollar erscheint, bietet es oft gerade Chancen für risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin.
Umgekehrte Korrelation bleibt stark
Durch die Schwächung verliert der Dollar seinen Status als sicherer Hafen. Laut Darkfost überdenken Anleger deshalb ihre Portfolios. „Wenn der Dollar schwächelt und seinen Status als sicherer Hafen verliert, überdenken Anleger ihre Portfolios und verschieben Kapital zu alternativen Vermögenswerten,“ sagt er.
Eine Analysegrafik von CryptoQuant zeigt, dass Bitcoin historisch oft steigt in Perioden, in denen der DXY unter seinem 365-Tage-Durchschnitt handelt. Bemerkenswerterweise ist eine solche Situation jetzt auch im Gange, aber ein scharfer BTC-Anstieg bleibt vorerst aus. Der Bitcoin Kurs bleibt schon eine Weile knapp unter seinem Rekord von 112.000 Dollar.
Neben technischen Indikatoren spielen auch makroökonomische Faktoren eine Rolle. Neue amerikanische Importzölle und anhaltende Schuldenprobleme drücken das Vertrauen in den Dollar weiter nach unten. Ökonomin Lyn Alden fasst es zusammen:
„Wenn der Dollar sehr stark ist, hast du einen Grund, ihn zu besitzen. Aber wenn das gesamte Kreditwachstum und die Menge an Dollars im System in den nächsten fünf, sieben oder zehn Jahren weiter zunehmen, ist das gerade einer der Makrofaktoren, die Bitcoin attraktiv machen, um zu besitzen.“
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