Präsident Trump möchte, dass die Vereinigten Staaten mehr Waren exportieren und weniger importieren. Durch einen starken Fall des amerikanischen Dollars scheint Trump dieses Ziel zu erreichen. Ökonomen warnen jedoch, dass die USA dafür wahrscheinlich einen hohen Preis zahlen müssen. Bitcoin könnte dabei der lachende Dritte sein.
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Amerikanischer Dollar fällt wie ein Stein
Der Wert des Dollars ist innerhalb von sechs Monaten um mehr als 10 Prozent im Vergleich zu einem Korb von Währungen aus wichtigen Handelspartnern gefallen. Ein solch starker Fall ist seit 1973 nicht mehr vorgekommen. Der Dollar befindet sich nun auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren.
Aber warum fällt der amerikanische Dollar?
- Ausländische Investoren erwarten, dass die amerikanische Wirtschaft nicht länger besser als andere Länder performt.
- Trumps Zölle und Haushaltsdefizite schwächen das Vertrauen in das Wirtschaftswachstum.
- Andere Märkte, wie Europa und Japan, scheinen für Investoren attraktiver.
- Die Rendite auf amerikanische Staatsanleihen und Aktien ist relativ gesehen enttäuschend.
- Ausländische Investoren verkaufen Dollar, um anderswo andere Chancen zu nutzen.
Ironischerweise dachten viele Menschen, einschließlich vieler Mitglieder der Trump-Regierung, dass der amerikanische Dollar durch:
- Niedrigere Importe würden andere Währungen schwächen, was normalerweise den Dollar stärkt.
- Erwartung, dass höhere inländische Produktion das Wirtschaftswachstum ankurbeln würde.
- Die Idee, dass Trumps Politik die Wettbewerbsfähigkeit der USA verbessern würde.
- Mitglieder der Trump-Regierung gingen von einem stärkeren Dollar als logische Folge der Zölle aus.
Der niedrigere Dollarkurs macht amerikanische Produkte billiger für das Ausland, was den Export fördern kann. Gleichzeitig werden ausländische Waren für Amerikaner teurer, was die Inflation anheizen kann.
Zudem benötigen viele amerikanische Unternehmen und Verbraucher immer noch ausländische Produkte. Solange die Produktion im eigenen Land nicht schnell in Gang kommt, nimmt die Kaufkraft ab.
Weniger Interesse an Amerika, gut für Bitcoin
Das vorläufige Ergebnis lautet:
- Ausländische Investoren kaufen weniger amerikanische Aktien und Anleihen.
- Die USA sind nicht nur abhängig von ausländischen Waren, sondern auch von ausländischem Kapital.
- Ein schwächerer Dollar macht amerikanische Investitionen weniger attraktiv.
- Laut Bank of America wechseln immer mehr Investoren aufgrund von Stabilität und Politik zu europäischen Märkten.
Dennoch gibt es auch Optimisten. Einige Analysten weisen auf die Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft, die Wirkung von Steuersenkungen und einen robusten Arbeitsmarkt hin. Diese Faktoren könnten den Dollar zeitweise stützen.
Vorerst scheinen Investoren jedoch nach Alternativen zu suchen, und Bitcoin stellt dabei ein interessantes potentielles Endziel dar. Bitcoin ist schließlich eine neutrale Anlage, mit der Investoren nicht unbedingt auf den Erfolg einer bestimmten Wirtschaft setzen müssen.
Das Narrativ, dass Investoren aus den USA fliehen, ist derzeit lebendig, aber vielleicht sprechen wir in ein paar Monaten schon ganz anders darüber. Die Bitcoin-Kurs scheint derzeit jedenfalls äußerst stabil, während die Bullen leicht die Oberhand behalten.
Nicht umsonst steht Bitcoin in der Nähe seines Allzeithochs bei 111.900 Dollar.
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