Weltweit beginnen Institutionen und Regierungen die einzigartigen monetären Eigenschaften von Bitcoin zu erkennen. Das stellt Adam Back, Mitbegründer und CEO von Blockstream und Erfinder von Hashcash, fest.
Laut Back profitieren Unternehmen wie Strategy (MSTR) und andere Unternehmen mit Bitcoin-Treasuries von der Lücke zwischen der Zukunft, die Bitcoin verspricht, und der gegenwärtigen Welt, die noch von Fiatgeld dominiert wird.
„Unternehmen wie Strategy nutzen den Unterschied zwischen dem zukünftigen Wert von Bitcoin und dem aktuellen Fiatgeldsystem,“ schrieb er am 26. April auf X.
Back erwartet, dass sich dieser Trend weiter ausbreiten wird:
„Ich sehe Bitcoin zu einem nachhaltigen und skalierbaren Asset heranwachsen mit einem Marktwert zwischen 100 und 200 Billionen Dollar,“ sagte Back. „Dieser Prozess – die weltweite Adoption von Bitcoin, oder hyperbitcoinization – könnte groß genug werden, um letztendlich die meisten börsennotierten Unternehmen dazu zu bringen, ihre Reserven in Bitcoin zu halten.“
Mit hyperbitcoinization wird eine Zukunft gemeint, in der Bitcoin zur dominanten globalen Währung wird und traditionelle Fiatwährungen verdrängt. Der Hauptmotor hinter dieser Entwicklung ist laut Back der anhaltende Anstieg des Bitcoin-Preises, der schneller voranschreitet als die Inflation von Fiatwährungen.
„Viele Menschen denken, dass das Halten von Bitcoin in Treasuries nur eine vorübergehende Modeerscheinung ist. Aber in Wirklichkeit ist es eine logische und nachhaltige Strategie,“ erklärt er. „Solange Bitcoin über Zeiträume von vier Jahren schneller steigt als Zinsen und Inflation, bleibt diese Arbitragemöglichkeit bestehen.“
Trump und Bitcoin-Reserven
Backs Bemerkungen folgen kurz nach der Entscheidung von Donald Trump, eine nationale Bitcoin-Reserve einzurichten. Die Vereinigten Staaten wollen Bitcoin, der bei Strafverfahren beschlagnahmt wurde, als strategische Reserve behalten, anstatt ihn direkt zu verkaufen.
Diese Entwicklung unterstreicht, wie Regierungen weltweit Bitcoin zunehmend ernster nehmen als Alternative zu traditionellen monetären Reserven.
Große Unternehmen bleiben bei Bitcoin
Unterdessen erweitern große Unternehmen weiterhin ihren Bitcoin-Besitz. Strategy, das Unternehmen mit der größten Bitcoin-Treasury der Welt, hat seit Anfang 2025 mehr als 5,1 Milliarden Dollar Gewinn mit seinen Bitcoin-Investitionen gemacht, so Mitbegründer Michael Saylor.
Auch in Asien wächst das institutionelle Interesse. Die japanische Investmentgesellschaft Metaplanet, mittlerweile bekannt als „die MicroStrategy von Asien,“ hat am 24. April die Marke von 5.000 BTC überschritten. Das Unternehmen strebt an, bis 2026 insgesamt 21.000 BTC zu besitzen.
Banken bekommen mehr Spielraum für Bitcoin
In den Vereinigten Staaten nimmt auch der institutionelle Zugang zu Bitcoin zu. Die US-amerikanische Federal Reserve hat kürzlich ihre Richtlinie aus 2022 zurückgezogen, die Banken davon abhielt, sich mit Krypto zu beschäftigen.
„Banken sind jetzt frei, Bitcoin zu unterstützen,“ reagierte Michael Saylor auf die Entscheidung.
Laut Iliya Kalchev, Analyst bei Nexo, bedeutet diese Politikänderung, dass Banken fortan über normale Verfahren reguliert werden. Dies deutet auf ein immer offeneres und freundlicheres Regulierungsklima für die Integration von digitalen Assets hin.
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