In vier Tagen ist es soweit: dann gibt die amerikanische Zentralbank, die Federal Reserve, bekannt, ob die Zinspolitik angepasst wird. Viele Anleger hoffen heimlich auf eine Zinssenkung, denn niedrigere Zinsen bedeuten günstigeres Geld und machen risikoreiche Anlagen – wie Krypto – attraktiver.
Dennoch scheint der Markt fast sicher zu sein: diese Zinssenkung wird diesmal noch nicht kommen. Aber warum hält die Fed vorerst den Fuß auf dem Bremspedal?
Wirtschaftliche Zwickmühle
Die Fed senkt die Zinsen erst, wenn die Wirtschaft dies wirklich fordert und die Inflation ausreichend abgekühlt ist. Derzeit ist das Bild gemischt. Einerseits läuft der amerikanische Arbeitsmarkt überraschend gut: im April kamen laut dem Arbeitsministerium 177.000 Arbeitsplätze hinzu und die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 4,2%. Die Inflation bleibt zudem hartnäckig über dem Ziel von 2%. Aufgrund dieser Daten gibt es für die Fed keinen direkten Grund, jetzt schon einzugreifen.
Andererseits gibt es auch Anzeichen wirtschaftlicher Schwäche. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte unerwartet um 0,3%, obwohl eigentlich mit einem kleinen Wachstum gerechnet wurde. Zudem enttäuschte das Arbeitsplatzwachstum stark. Immer mehr Analysten sprechen es laut aus: die amerikanische Wirtschaft steuert möglicherweise auf eine Rezession zu.
Alle Augen auf Juli
Aufgrund dieser enttäuschenden Daten erwarten viele Anleger dennoch eine Zinssenkung, aber nicht im Mai. Der Blick richtet sich nun auf Juli. Obwohl die Fed noch keine konkreten Zusagen gemacht hat, deuten immer mehr Signale laut Analysten in diese Richtung – einschließlich der enttäuschenden Arbeitsmarktzahlen.
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