Laut dem schweizerischen Bankriesen UBS besteht unter den Zentralbanken ein gigantischer Hunger nach physischem Gold, während immer mehr Länder sich vom US-Dollar abwenden. Das sind natürlich vor allem Länder, die nicht zum „Westen“ gehören.
In einem neuen Bericht sagt die UBS, dass die Zentralbanken dieses Jahr wahrscheinlich 700.000 Kilogramm Gold aufkaufen, was einem Wert von etwa 48,74 Milliarden Dollar entspricht.
Geopolitische Sorgen
Laut UBS tun die Zentralbanken dies aufgrund der Inflation, vor der die natürliche Knappheit von Gold schützt, und der derzeit herrschenden geopolitischen Spannungen. „Das vergangene Jahr markierte das 13. aufeinanderfolgende Jahr, in dem die Zentralbanken mehr Gold kauften als verkauften und die größte jährliche Nachfrage überhaupt“, so die UBS.
Im Jahr 2022 kauften die Zentralbanken 1.078.000 Kilogramm Gold, was mehr als eine Verdoppelung gegenüber den 450.000 Kilogramm von 2021 darstellt. Basierend auf den Daten des ersten Quartals 2023 scheinen wir dieses Jahr bei 700.000 Kilogramm zu landen.
Das ist viel, viel höher als der Durchschnitt seit 2010, der unter 500.000 Kilogramm liegt. „Wir glauben, dass dieser Trend der Käufe durch Zentralbanken vor dem Hintergrund der geopolitischen Risiken und der wieder auflebenden Inflation anhält“, so die UBS in dem Bericht.
Weg vom Dollar?
Die Bank glaubt weiterhin, dass immer weniger Länder daran interessiert sind, ihre Reserven in US-Dollar zu halten, weil die Vereinigten Staaten ihre Währung immer mehr als eine Waffe einsetzen. Damit bezieht sich UBS natürlich auf die Probleme mit Russland, dessen Reserven während des Krieges, den das Land in der Ukraine führte, eingefroren wurden.
Der Rest der Welt hat das gesehen und für einige Länder könnte das ein Signal sein, dass es besser ist, das Sparen in US-Dollar einzustellen. Zum Beispiel China und andere Länder in der BRICS-Allianz werden zweimal darüber nachdenken, bevor sie in US-Dollar investieren.
„Die Entscheidung Amerikas, die russischen Reserven aufgrund des Krieges in der Ukraine einzufrieren, könnte Auswirkungen auf die langfristige Strategie der Zentralbanken haben“, schreibt UBS in dem Bericht. Bisher scheint Bitcoin dabei noch keine Rolle zu spielen.
Britische Regierung fordert mehr Krypto-Spielraum von der Zentralbank
Die britische Regierung will, dass die Zentralbank Innovationen bei Stablecoins, digitalen Währungen und neuen Zahlungstechnologien mehr Raum gibt.
Neue Kryptoregeln: Fiskus bekommt mehr Einblick, doch vieles bleibt außen vor
Neue Kryptoregeln verschaffen den Finanzbehörden mehr Einblick. Vor allem eigene Wallets und DeFi bleiben jedoch schwer automatisiert zu kontrollieren.
Kalifornien will politische Memecoins per Gesetz verbieten
Kalifornien will politische Memecoins mit einem neuen Gesetz strenger regulieren, während der TRUMP-Token und Trumps Krypto-Interessen erneut für Diskussionen sorgen.
Meist gelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
