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Die Zahl der neuen Arbeitslosenanträge in den USA ist letzte Woche auf 202.000 gesunken, eines der niedrigsten Niveaus seit fast zwei Jahren. Dies geht aus den Daten des US-Arbeitsministeriums hervor. Ökonomen hatten mit 212.000 Anträgen gerechnet. Diese Zahl deutet darauf hin, dass Entlassungen trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit gering bleiben.
Die Zahlen passen in ein Muster, das Analysten als einen Arbeitsmarkt beschreiben, der in einer Phase von wenig Neueinstellungen und Entlassungen stagniert. Arbeitgeber halten an ihrem aktuellen Personal fest, sind aber zurückhaltend, neue Mitarbeiter einzustellen.
Bereits Anfang der Woche wurde bekannt, dass das Tempo der Neueinstellungen im Februar auf den niedrigsten Stand seit fast sechs Jahren gesunken ist. Gleichzeitig meldete das Outplacement-Unternehmen Challenger, Gray & Christmas, dass US-Arbeitgeber im ersten Quartal 2026 insgesamt 217.362 Entlassungen ankündigten, die niedrigste Zahl für diesen Zeitraum seit 2022.
Obwohl weniger neue Anträge eingingen, stieg die Zahl der Amerikaner, die derzeit Arbeitslosengeld beziehen, leicht auf 1,84 Millionen an. Dies weist darauf hin, dass Personen, die ihren Job verlieren, länger brauchen, um eine neue Anstellung zu finden. Dies passt in das Bild eines Arbeitsmarktes, in dem Unternehmen wenig entlassen, aber auch wenig einstellen.
Die Arbeitsmarktzahlen erscheinen einen Tag vor dem großen monatlichen Arbeitsmarktreport am Freitag. Es wird erwartet, dass Arbeitgeber im März in moderatem Tempo Stellen hinzugefügt haben und die Arbeitslosenquote unverändert geblieben ist.
Dieser Bericht wird von Anlegern besonders aufmerksam verfolgt. In der aktuellen Umgebung hoher Ölpreise und Inflationssorgen durch den Iran-Krieg suchen die Märkte nach Hinweisen auf die Richtung der Fed-Politik. Starke Arbeitsmarktdaten könnten die Erwartung verstärken, dass die Fed die Zinsen länger hoch hält, während Schwäche die Tür für Lockerungen öffnen könnte.
Das können wir von dem neuen Vorsitzenden der US-Zentralbank in der Geldpolitik erwarten.
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