Bitcoin (BTC) wird immer beliebter. Vor allem große Unternehmen erkennen zunehmend, dass die digitale Währung als Absicherung gegen Inflation wertvoll ist. Dies führt jedoch auch zu Gerüchten unter vielen Privatanlegern. So würden große Institutionen den Markt ‘manipulieren’, um zu niedrigeren Preisen kaufen zu können. Aber laut Analyst James ‘Checkmate’ Check ist das nicht wahr.
Keine Verschwörung, sondern ‘Langeweile’
In einer jüngsten Folge des G’day Bitcoin-Podcasts sagt James, Mitbegründer der Analyseplattform Check on Chain, dass die Idee, Wall Street würde bewusst den Bitcoin-Kurs unterdrücken, nichts weiter als ein hartnäckiger Mythos ist.
Laut Check ist der aktuelle Preisstillstand, bei dem Bitcoin schon Wochen über 100.000 Dollar bleibt, überhaupt nicht verdächtig. Es gibt laut ihm eine einfache Erklärung.
„Die größte Form des Preisdrucks ist einfach Langeweile,“ meint er. Anleger erwarten Spektakel nach jedem großen Kauf von Institutionen wie Strategy, vergessen aber einen entscheidenden Punkt, jeder Käufer braucht auch einen Verkäufer. „Saylor kauft für Milliarden, aber das bedeutet, dass andere für Milliarden verkaufen. Deshalb bleibt der Kurs gleich.“
Diese Phase nennt er „chop-solidation“, was durch eine Kombination aus Konsolidierung und niedriger Volatilität gekennzeichnet ist. Nach einem langen Anstieg ist es logisch, dass der Markt eine Pause einlegt. Das sahen wir auch nach dem FTX-Crash, als der Markt einen Tiefpunkt erreichte.
„Märkte bewegen sich nicht in geraden Linien,“ so Check. Er betont, dass diese seitwärtige Bewegung eher eine gesunde Vorbereitung auf den nächsten Schritt als ein Zeichen von Kursmanipulation ist. Der Grund, warum Menschen dennoch über Preismanipulation sprechen, liegt laut dem Analysten vor allem an Emotionen. „Menschen werden ungeduldig und suchen nach Erklärungen.“
Geduld wird belohnt
Andererseits dürfen wir nicht vergessen, dass BTC Ende Mai ein neues Allzeithoch (ATH) von 112.000 Dollar erreichte. Wir sprechen also noch gar nicht so lange von einer seitwärtigen Periode. Angesichts des geopolitischen Konflikts im Nahen Osten ist es nicht verwunderlich, dass dies Druck auf den Kurs ausübt. Wenn sich das ändert und die US-Zentralbank ihre Politik zu lockern beginnt, könnten wir leicht neue Höhen erreichen. Geduld bleibt eine Tugend.
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