Ron Paul schlägt Alarm. Seiner Ansicht nach steht die US-Wirtschaft kurz davor, unter ihrem Eigengewicht zusammenzubrechen. Explodierende Schulden, ein ausgehöhltes Dollarsystem und tiefe Ungleichheit bilden eine tickende Zeitbombe. „Der Dollar steckt in ernsten Schwierigkeiten“, warnt er.
„Wir haben den Dollar missbraucht“
In einem Interview mit dem Finanzjournalisten David Lin äußerte sich Paul überraschend scharf. Er warnt, dass die Lage ernster ist als je zuvor. Die Staatsverschuldung der USA beläuft sich auf etwa 38 Billionen Dollar. Doch laut Paul ist das nicht das größte Problem.
„Der Unterschied zu früheren Krisen ist, dass wir diesmal selbst die Ursache sind. Wir haben unseren Reichtum verschwendet, den Dollar missbraucht und unsere Glaubwürdigkeit als Weltmacht verspielt“, sagt er. Laut Paul verlieren andere Länder das Vertrauen in die amerikanische Führung.
Vertrauen schwindet, Goldpreis steigt
Paul sieht immer mehr Anzeichen dafür, dass das System bröckelt. Den steigenden Goldpreis bezeichnet er als klares Zeichen des Misstrauens. „Wenn Menschen massenhaft in echte Werte umsteigen, sagt das viel über den Zustand des Fiatgelds aus.“
Er glaubt, dass Gold leicht auf 20.000 Dollar steigen kann. Doch noch wichtiger: „Das derzeitige System könnte zusammenbrechen, bevor solch ein Preis überhaupt relevant wird.“ Auch die extreme Volatilität an den Finanzmärkten bereitet ihm Sorgen. „Es liegt etwas Unheilvolles in der Luft.“
Inflation trifft den Durchschnittsamerikaner
Eine von Pauls größten Sorgen ist die Inflation. Diese bezeichnet er als „unheimliche Steuer“, die vor allem gewöhnliche Menschen trifft. „Die Hälfte der Amerikaner zahlt vielleicht keine Einkommenssteuer, spürt aber die Inflation. Jeden Tag an der Kasse. Und das ist viel schmerzhafter.“
Laut Paul treibt dieses Phänomen einen Keil in die Gesellschaft. Das aktuelle System begünstigt diejenigen, die nah an der Geldquelle sind. „Sie gewinnen. Der Rest verliert immer mehr Kaufkraft.“
„Mehr Kontrolle, weniger Freiheit“
Aber die größte Bedrohung? Die liegt laut Paul nicht im Finanziellen, sondern im Politischen. „Jede Krise dient als Vorwand für mehr Kontrolle. Schauen Sie sich um: Es hat bereits begonnen. Regierungen greifen ein, Menschen fordern ‚Sicherheit‘. Doch die hat ihren Preis.“
Paul sieht die sozialen Spannungen in großen Städten zunehmen. Und er befürchtet, dass dies erst der Anfang ist.
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