Bitcoin (BTC) stieg letzte Woche erstmals seit Januar wieder über 80.000 Dollar. Zudem durchbrach der Bitcoin Kurs den 200-Tage-Durchschnitt, eine wichtige technische Marke, die monatelang als Widerstand fungierte.

Dennoch warnt Wintermute, dass Anleger nicht zu euphorisch werden sollten. Wintermute ist ein großer professioneller Market Maker und Handelspartner innerhalb der Kryptoszene. Das Unternehmen sorgt für Liquidität auf Kryptobörsen und spielt eine zentrale Rolle in der Branche.
Ausbruch vor allem durch Short Squeeze
Laut Wintermute ist der Ausbruch technisch bedeutsam, jedoch sieht die zugrunde liegende Bewegung weniger gesund aus. Das Open Interest stieg innerhalb eines Monats von 48 Milliarden auf 58 Milliarden Dollar, während die Spotvolumen auf dem niedrigsten Niveau seit zwei Jahren liegen.
Das deutet darauf hin, dass die Rally hauptsächlich durch Hebelpositionen und Short-Liquidationen angetrieben wird. Viele Händler zweifelten am Anstieg über 70.000 Dollar und bauten Shortpositionen auf. Als Bitcoin weiter stieg, mussten diese Positionen geschlossen werden, was zu einem erhöhten Kaufdruck führte.
Ein solcher Short Squeeze kann den Kurs schnell nach oben treiben, unterscheidet sich jedoch von einer echten, überzeugten Nachfrage seitens der Spotkäufer.
Langfristig bleibt es positiver
Wintermute ist dennoch nicht grundsätzlich pessimistisch. Langfristig sieht es stärker aus. Die Bitcoin ETFs verzeichneten letzte Woche Zuflüsse von 623 Millionen Dollar, der neue Bitcoin ETF von Morgan Stanley sammelte im ersten Monat 194 Millionen Dollar ein (ohne einen einzigen Tag mit Abflüssen), und die Bestände an den Börsen befinden sich weiterhin auf dem niedrigsten Stand seit sieben Jahren.
Das deutet darauf hin, dass langfristige Anleger weiterhin Bitcoin vom Markt nehmen. Die Akkumulation bleibt also bestehen. Das Problem liegt vor allem in der kurzen Frist. Die Rally stützt sich stark auf Hebel, während die Spotnachfrage noch nicht überzeugend zurückgekehrt ist.
Laut Wintermute muss der Markt bald zeigen, um welche Art von Ausbruch es sich handelt. Wenn Bitcoin bei enttäuschenden Makrodaten über 80.000 Dollar bleibt, wäre das ein starkes Signal. Der Zweifel an der Nachhaltigkeit des Anstiegs muss also nicht zwangsläufig in einen großen Kursrückgang münden.
Chris findet verlorene Bitcoin aus dem Jahr 2011 wieder – Wert: 4,5 Millionen Dollar
Ein Brite glaubte, seinen Bitcoin-Bestand endgültig verloren zu haben. Fünfzehn Jahre später bekommt er nun doch ein Vermögen von 4,5 Millionen Dollar zurück.
Strive kauft Bitcoin in hohem Tempo und jagt Platz zwei
Das Bitcoin-Unternehmen Strive steht mit 23.156 Bitcoin auf Platz fünf und will noch in diesem Jahr auf Platz zwei vorrücken. Dafür müssen allerdings drei Dinge passen.
Krypto-Kurse unter Druck: Bitcoin rutscht ab, XRP und Solana verlieren fast 4 %
Bitcoin fällt nach dem starken Arbeitsmarktbericht aus den USA deutlich. XRP und Solana geraten noch stärker unter Druck. So steht der Markt aktuell da.
Meistgelesen
Analyst: XRP könnte die größte verpasste Chance unseres Lebens werden
Nach Einschätzung eines Krypto-Investors könnte XRP zur größten verpassten Chance unseres Lebens werden. Deshalb sind die Erwartungen so hoch.
Kryptoexperte erklärt, warum 1.000 XRP genügen könnten
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Nvidia erwartet Robotikmarkt von 50 Billionen Dollar: Fünf Aktien im Blick
Jensen Huang sieht rund um physische KI und humanoide Roboter einen riesigen Markt entstehen. Diese fünf Unternehmen könnten davon profitieren.
