Durch den Konflikt zwischen Israel und Iran befindet sich Bitcoin (BTC) in den letzten Tagen in einem absteigenden Trend. Wo die digitale Währung am 11. Juni noch über 110.000 lag, stehen wir derzeit mehr als 8 Prozent tiefer. Aber es könnte möglicherweise noch schlimmer werden. Analyst Aaryamann Shrivastava weist auf ein bearishes Signal hin, das die digitale Währung auf 92.000 Dollar bringen könnte.
Bitcoin überbewertet?
Eines der wichtigsten Signale ist das sogenannte Network Value to Transactions (NVT)-Verhältnis. Dieses misst das Verhältnis zwischen dem Netzwerkwert und dem Transaktionsvolumen. Bemerkenswert ist, dass das Verhältnis derzeit auf dem höchsten Punkt seit einem Jahr steht. Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin möglicherweise stark überbewertet ist, da der Wert des Netzwerks viel schneller steigt als die tatsächliche Nutzung desselben. In der Vergangenheit folgten auf solche Spitzen oft starke Kursrückgänge.
Ob tatsächlich eine Überbewertung vorliegt, ist schwer endgültig festzustellen. Allerdings sehen wir, dass in den letzten Monaten immer mehr Unternehmen Bitcoin kaufen. Es scheint ein Hype unter vielen Unternehmen zu sein, von denen einige den Kauf von BTC als letztes Rettungsmittel betrachten.
Betrachten Sie die spanische Kaffeekette Vanadi Coffee, die plant, BTC im Wert von 1,1 Milliarden Dollar zu kaufen. Das Unternehmen erzielt jedoch nur einen Umsatz von einigen Millionen und erleidet Verluste, die größer sind als dieser Umsatz. Es scheint also, dass nicht aufgrund des realen Wertes, den das Netzwerk bietet, gekauft wird, sondern vor allem auf Basis von Spekulation und der Hoffnung auf schnellen Gewinn. Zeichen einer lokalen Blase also.
Analyst warnt vor kritischen Preisniveaus
Dazu kommt das technische Bild. Durch den Konflikt im Nahen Osten sehen wir, dass BTC es schwer hat. Shrivastava sieht, dass der Kurs von Bitcoin dadurch ein sogenanntes ‘Double Top-Muster’ zu bilden beginnt.
Dies ist ein technisches Muster, das durch zwei Spitzen auf ungefähr demselben Niveau gekennzeichnet ist, mit einem zwischenzeitlichen Dip dazwischen. Durch die geopolitische Situation konnte die digitale Währung den Widerstand von 110.000 Dollar nicht durchbrechen, was ein klassisches negatives Signal ist, das oft auf eine Trendumkehr hindeutet.
Solange Bitcoin über der wichtigen psychologischen Grenze von 100.000 Dollar bleibt, gibt es noch Hoffnung, so der Analyst. Kurzzeitig schien der Token diese Grenze nicht zu halten, als der Kurs gestern Abend unter 99.000 Dollar fiel. Aber kurz nach diesem Dip erholte sich Bitcoin wieder und schloss die Woche über 100k ab.
Aber wenn Bitcoin erneut unter die psychologische Grenze fällt, dann könnten wir laut dem Analysten dennoch auf 98.000 Dollar sinken. Im schlimmsten Fall könnte der BTC-Kurs sogar eine Korrektur in Richtung 92.000 Dollar einleiten. Im Vergleich zum aktuellen Niveau würde dies einen Rückgang von mehr als 9 Prozent bedeuten.
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