Vom scharfen Kritiker zum Großverdiener in der Welt der Kryptowährungen: die Kehrtwende von Donald Trump ist bemerkenswert. Während er Bitcoin einst “heiße Luft” nannte, macht Krypto nun einen großen Teil seines Vermögens aus. Seine digitalen Projekte bringen Milliarden ein, genau in dem Moment, in dem seine Regierung die Regeln für den Sektor lockert.
Trump verdient 2,4 Milliarden Dollar mit Krypto
Aus Zahlen des The New Yorker geht hervor, dass Trump seit 2022 rund 2,4 Milliarden Dollar mit Krypto-Aktivitäten verdient hat. Damit stammen über 43,5 Prozent des persönlichen Vermögens, das er während seiner politischen Karriere aufgebaut hat, aus diesem Sektor.
Die Einnahmen stammen aus verschiedenen Quellen, darunter NFT-Kollektionen (14,4 Millionen Dollar), Token-Verkäufe über World Liberty Financial (412,5 Millionen Dollar) und Deals mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (243 Millionen Dollar).
Außerdem erhielt er 13 Millionen Dollar vom Bitcoin-(BTC)-Miningunternehmen American Bitcoin, 1,3 Milliarden Dollar über das BTC-Treasury-Unternehmen Trump Media and Technology Group und 385 Millionen Dollar aus der Memecoin TRUMP.

Auffällig ist, dass Trump 2019 noch scharf gegen Bitcoin austeilte. Er nannte die Kryptowährung damals “heiße Luft” und warnte vor der Nutzung für illegale Aktivitäten. Inzwischen scheinen Krypto-Einnahmen eine feste Säule seines Geschäftsmodells zu sein. Nicht all diese Projekte werden direkt von ihm geführt; häufig spielen Berater oder Familienmitglieder eine Rolle in der Verwaltung.
Politische Risiken und veränderte Politik
Politische Gegner warnen vor Risiken. Als Trump Anfang dieses Jahres ein Dinner für die größten Inhaber seiner Memecoin in Washington ankündigte, erklärten zwei demokratische Senatoren, dies könne gegen bundesrechtliche Ethikgesetze und verfassungsrechtliche Bestimmungen verstoßen. Sie befürchten, dass ausländische Akteure über die Memecoin Einfluss kaufen könnten, ohne ihre Identität offenzulegen.
Inzwischen hat sich die Regierungspolitik gegenüber Krypto spürbar verändert. Unter Trumps Führung hat die SEC Untersuchungen unter anderem gegen Coinbase und Uniswap eingestellt. Auch der langjährige Rechtsstreit mit Ripple wurde abgeschlossen.
Außerdem wird dem Verweigern von Bankdienstleistungen gegenüber Krypto-Unternehmen entgegengewirkt. In der vergangenen Woche unterzeichnete Trump ein Dekret, das Pensionsfonds erlaubt, Krypto in ihre Anlagepläne aufzunehmen.
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