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Bitcoin (BTC) zeigte an diesem Wochenende bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Während der Nasdaq am Freitag seinen größten Tagesverlust seit April 2025 verzeichnete, konnte sich der Bitcoin-Kurs von einem lokalen Tiefpunkt bei rund 59.100 Dollar kräftig erholen. Das wirft bei Anlegern eine interessante Frage auf: Was passiert mit Bitcoin, wenn der US-Technologiebörse weiter nachgibt?
Die ersten Anzeichen deuten darauf hin, dass eine weitere Korrektur der Nasdaq nicht zwangsläufig schlechte Nachrichten für BTC bedeuten muss. Im Gegenteil, einige Analysten sehen durchaus Raum für eine deutliche Erholung.
Laut Analyst Filbfilb liegt der Fokus derzeit auf einem Niveau, das sich in früheren Marktzyklen als bedeutend erwiesen hat: dem 200-Wochen-Gleitenden Durchschnitt bei etwa 61.880 Dollar. Diese Unterstützung bildete zuvor den Boden während der Bärenmärkte von 2015, 2018 und 2020.
Das macht den jüngsten Rückgang unter 60.000 Dollar laut ihm weniger besorgniserregend als auf den ersten Blick vermutet. Solange Bitcoin über dieser langfristigen Unterstützung bleibt, bleibt ein Erholungsszenario intakt. In diesem Fall rückt der 50-Wochen-Durchschnitt bei etwa 92.630 Dollar wieder als wichtiges Kursziel in den Fokus.
Gleichzeitig zeigt die Nasdaq ein völlig anderes Bild. Die Technologiebörse scheint sich nach einer starken Phase abzukühlen und bewegt sich in Richtung des 20-Wochen-Durchschnitts bei etwa 22.905 Punkten. In früheren Zyklen geschah dies häufiger, nachdem der RSI, ein Indikator für das Marktmomentum, von überhitzten Niveaus unter die Grenze von 70 fiel.
Wenn sich dieses historische Muster wieder entfaltet, könnte die Nasdaq in den kommenden Wochen weitere zehn Prozent verlieren. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bitcoin stärker entwickelt als Technologiewerte.
Genau darin sehen einige Analysten eine mögliche Chance für Bitcoin. Das Verhältnis zwischen Bitcoin und der Nasdaq ist nämlich auf ein Niveau gefallen, das selten erreicht wird.
Der RSI des BTC/Nasdaq-Verhältnisses sank am Samstag auf 14,7, den niedrigsten jemals gemessenen Punkt. Das deutet darauf hin, dass Bitcoin im Vergleich zu Technologiewerten extrem schwach abschneidet.
Ein ähnliches Signal erschien bereits Anfang des Jahres im Februar. Kurz darauf legte der Bitcoin-Kurs um mehr als dreißig Prozent zu.
Analysten zufolge zeigt dies, dass Bitcoin im Vergleich zur Nasdaq relativ günstig geworden ist. In früheren Fällen zog dies erneut Käufer an, was letztlich zu einer kräftigen Erholung des Kurses führte.
Das bietet natürlich keine Garantie für eine neue Rallye. Es deutet jedoch darauf hin, dass viele negative Erwartungen möglicherweise bereits im Kurs eingepreist sind. Wenn der Verkaufsdruck weiter nachlässt, könnte Bitcoin dadurch gerade Raum erhalten, sich stärker zu erholen als der Aktienmarkt.
Immer mehr Analysten schließen nicht aus, dass Bitcoin gerade dann an Stärke gewinnen könnte, wenn die Nasdaq weiter an Boden verliert. Obwohl sich beide Märkte in den vergangenen Jahren häufig in dieselbe Richtung bewegten, muss dieser Zusammenhang nicht immer bestehen bleiben.
Wenn Technologiewerte nach einer langen Phase starker Kursanstiege abkühlen, könnte Kapital auf der Suche nach anderen Chancen sein. In diesem Szenario könnte Bitcoin profitieren, insbesondere wenn der Coin wichtige Unterstützungsniveaus hält, während der Aktienmarkt unter Druck bleibt.
Basierend auf historischen Kursmustern sehen einige Analysten daher Spielraum für eine Erholung in Richtung 90.000 Dollar. Das würde bedeuten, dass Bitcoin einen Großteil der jüngsten Verluste wieder wettmacht und erneut das Potenzial für höhere Niveaus anpeilt.
Die kommenden Wochen dürften dabei entscheidend sein. Vorerst richten Investoren ihr Augenmerk vor allem auf die Zone um 60.000 Dollar. Solange der Bitcoin-Kurs über diesem Bereich bleibt, bleibt das Szenario einer kräftigen Erholung laut Analysten im Spiel.
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