Der Kryptomarkt befindet sich in einer Phase extremer Besorgnis. Die entscheidende Frage ist nun: Wie lange wird es dauern, bis sich Bitcoin (BTC) erholt?
Ende Februar zeigt der Kurs noch keine überzeugenden Zeichen von Stärke. Historische Daten und On-Chain-Statistiken bieten jedoch Anhaltspunkte dafür, was Anleger möglicherweise erwarten können.
Glassnode: Sechs Monate bis zur Erholung?
Laut den Daten von Glassnode ist das sogenannte „Realized Profit/Loss Ratio” (90D-SMA) ein wichtiger Indikator für die Marktphase, in der sich Bitcoin befindet.
Dieser Indikator vergleicht realisierte Gewinne mit realisierten Verlusten auf der Blockchain:
- Über 1,0: Es werden mehr Gewinne als Verluste realisiert. Der Markt befindet sich in einem Nettogewinnregime.
- Unter 1,0: Verluste dominieren. Anleger verkaufen mit Verlust, oft aus Kapitulation.
- Der 90-Tage gleitende Durchschnitt (SMA) filtert tägliche Schwankungen heraus und zeigt den dominanten Trend über drei Monate.
Im Februar fiel dieses Verhältnis zum ersten Mal seit 2022 unter 1,0. Historisch gesehen dauerten solche Phasen im Durchschnitt sechs Monate, bevor das Verhältnis wieder über 1 stieg, was in der Regel mit einer Rückkehr der Liquidität und einer Erholung einherging.

Auch in früheren Bärenmärkten der Jahre 2015, 2018 und 2022 wurde dieses Muster beobachtet. Wenn sich die Geschichte grob wiederholt, könnte dies bedeuten, dass der Markt bis zum Ende des dritten Quartals unter Druck bleibt.
Ist der Tiefpunkt bereits erreicht?
Erfreulicherweise zeigt die monatliche Datenanalyse des Bitcoin-Kurses ein etwas optimistischeres Szenario.
Der Februar droht der fünfte negative Monat in Folge für Bitcoin zu werden. Historisch gesehen betrug die längste Verlustserie sechs Monate, woraufhin eine kräftige Trendwende folgte.

Dies eröffnet die Möglichkeit einer alternativen Interpretation: Möglicherweise befinden wir uns näher an einem Wendepunkt, als die On-Chain-Daten vermuten lassen.
Der pseudonyme Analyst Gayu_BTC betont, dass extreme Angst, gemessen an Stimmungsindikatoren, genau dann auftritt, wenn große Wendepunkte bevorstehen.
Drawdowns: Historisch günstige Einstiegschancen?
Ein weiterer Aspekt ist das Ausmaß des Rückgangs. Bitcoin notiert derzeit etwa 47 Prozent unter seinem Allzeithoch.
Historische Analysen zeigen, dass Käufe bei einem Rückgang von 50 Prozent gegenüber dem Höchststand in der Vergangenheit oft günstig waren. Über einen Zeitraum von einem Jahr lag die Erfolgsquote in früheren Zyklen bei etwa 90 Prozent, mit einer mittleren Rendite von etwa 95 Prozent.
Bei noch stärkeren Korrekturen, etwa 70 Prozent unter dem Höchststand, waren die historischen Renditen sogar noch höher. Natürlich bietet die Vergangenheit keine Garantien, aber sie zeigt, dass starke Rückgänge oft einer kräftigen Erholung vorausgingen.
BlackRock senkt Hürde für Bitcoin-ETF deutlich
BlackRock senkt die Mindestschwelle für den IBIT deutlich. Damit können mehr professionelle Anleger Bitcoin effizienter in ETF-Anteile umwandeln.
Bitcoin allein reicht Michael Saylors Strategy nicht mehr
Strategy hält 840.000 Bitcoin und bezeichnet sich inzwischen als „Zentralbank“ von Bitcoin. Dennoch richtet sich der Blick derzeit auf ein anderes Thema.
Krypto-Markt: Bitcoin fällt weiter, Altcoins zeigen Stärke
Bitcoin fällt weiter und erreicht den niedrigsten Stand seit elf Tagen. Altcoins wie XRP zeigen sich dagegen robust. Mehr dazu.
Meistgelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
