Die Golfregion steht in Flammen, was die iranische Kryptomärkte erheblich beeinträchtigt. Die Vereinigten Staaten und Israel haben am Samstag mit Luftangriffen auf Iran begonnen, worauf das iranische Militär mit Gegenangriffen in der gesamten Region reagiert. Dies führt zu großen Krypto-Abflüssen im Land und sinkenden Handelsvolumina.
Iranische Kryptomärkte kommen zum Erliegen
Laut TRM Labs sank die Internetverbindung in Iran um circa 99 Prozent, nachdem das Regime Einschränkungen verhängte. Ohne stabiles Internet verlieren private Anleger den Zugang zu Börsen, und automatisierte Handelssysteme werden lahmgelegt.
Zwischen dem 27. Februar und dem 1. März brach das gesamte Transaktionsvolumen um etwa 80 Prozent ein. Große inländische Plattformen wie Nobitex, Wallex und Bitpin blieben zwar online, doch der Bericht spricht von einem „risikoverwalteten Zustand“.
Auszahlungen wurden pausiert oder in Chargen bearbeitet. Orderbücher wurden dünner, was zu schnelleren Preisschwankungen führen kann, und Nutzern wurden Risikowarnungen ausgesprochen.
TRM berichtet weiter, dass der Markt „keine Anzeichen von Beschleunigung oder Kapitalflucht zeigt, sondern eher einen Rückgang sowohl bei den Transaktionen als auch beim Volumen verzeichnet, während das Regime strikte Internetblockaden durchsetzt.“
Krypto-Abflüsse erreichen nach Angriffen ihren Höhepunkt
Zugleich beobachtete Chainalysis einen starken Anstieg der Kryptogeldabflüsse von iranischen Börsen. Zwischen dem 28. Februar und dem 2. März flossen etwa 10,3 Millionen Dollar von großen Plattformen ab.
Stündliche Volumina stiegen kurz nach den Luftangriffen am Samstagmorgen auf fast oder sogar über 2 Millionen Dollar pro Stunde. Laut Chainalysis passt dies in ein bekanntes Muster, bei dem Kryptowährungen als „Druckventil in Krisenzeiten“ fungieren.
Das Analyseunternehmen nennt drei mögliche Erklärungen: Bürger, die ihre Gelder in eigene Wallets transferieren, Börsen, die Fonds umstrukturieren, um weniger sichtbar zu sein, oder staatsnahe Parteien, die Geld über nationale Infrastrukturen bewegen.
Zentralbank greift beim USDT ein
Ein bemerkenswerter Schritt war die vorübergehende Einstellung des USDT-Toman-Marktes. Offiziell heißt die iranische Währung Rial, aber im Alltag verwendet fast jeder den Toman. Der Rial ist nämlich praktisch wertlos geworden.
Auf Anweisung der iranischen Zentralbank pausierten mehrere große Börsen, darunter Nobitex und Wallex, vorübergehend den Handel mit diesem Paar. Offene Aufträge wurden storniert und neue Transaktionen waren nicht möglich.
Da USDT (die größte Stablecoin auf dem Markt) an den Dollar gekoppelt ist und eine wichtige Rolle bei der Preisbildung in Iran spielt, verhinderte das Aussetzen dieses Handels, dass die lokale Währung sofort an Wert verlor, als der Markt sehr volatil wurde.
Nach der Wiedereröffnung führten dünne Orderbücher zu zusätzlichen Preisschwankungen, was die Unsicherheit auf dem Markt weiter verstärkte.
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