Große XRP-Inhaber, sogenannte Whales, haben in den letzten zwei Wochen über 220 Millionen XRP erworben. Dies geht aus On-Chain-Daten der Analyseplattform Santiment hervor.
Diese Akkumulation fiel mit einem Kursanstieg von 20% zusammen, allerdings fiel der Preis inzwischen wieder auf 1,44 US-Dollar zurück.
Whales erhöhen Position um 1,7 Milliarden US-Dollar
Anfang März besaßen XRP-Whales etwa 10,88 Milliarden Token im Wert von rund 14,57 Milliarden US-Dollar. Mittlerweile ist diese Zahl auf 11,10 Milliarden Token mit einem Wert von etwa 16,24 Milliarden US-Dollar gestiegen. Innerhalb von zwei Wochen haben sie somit fast 1,7 Milliarden US-Dollar zu ihrer Position hinzugefügt.
Dass große Inhaber gerade jetzt zukaufen, ist ein Zeichen dafür, dass sie an langfristig höhere Kurse glauben. Whales kaufen in der Regel nicht impulsiv, sondern strategisch, oft wenn sie den Kurs als unterbewertet betrachten.
Widerstand zwischen 1,65 und 1,75 US-Dollar bleibt die Hürde
Trotz der Akkumulation steht XRP technisch vor einer großen Herausforderung. Die Zone zwischen 1,65 und 1,75 US-Dollar fungiert als hartnäckiger Widerstand. Ohne einen starken Katalysator, wie positives Makro-Nachrichten oder einen Durchbruch von Bitcoin (BTC) über 80.000 US-Dollar, wird ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau schwierig.
Der Kurs fiel nach dem Hoch der vergangenen Woche wieder auf 1,46 US-Dollar zurück, was zeigt, dass Verkäufer auf höheren Niveaus weiterhin aktiv sind.
Whales allein reichen nicht aus
Auch wenn die Akkumulation die optimistische Einschätzung stützt, warnen Analysten, dass Whale-Käufe allein keine Kursexplosion garantieren. Die breiteren Marktbedingungen wirken noch entgegen. Der Iran-Konflikt hält an, Zentralbanken ziehen Zinserhöhungen in Betracht und der vierjährige Marktzyklus deutet auf einen makroökonomischen Bärenmarkt hin.
Für eine echte V-förmige Erholung, ein scharfer Rückgang gefolgt von einem ebenso scharfen Anstieg, müssen weitere Puzzleteile zusammenkommen. Dazu gehören eine Deeskalation des Konflikts, positive ETF-Zuflüsse oder klare regulatorische Erfolge. Ohne diese Katalysatoren bleibt die Akkumulation durch Whales ein hoffnungsvolles, aber unzureichendes Signal.
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