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Western Union hat seinen ersten Schritt in die Blockchain-Welt mit der Einführung des USDPT-Stablecoins im Solana-Netzwerk (SOL) gemacht. Die digitale Währung ist an den US-Dollar gekoppelt und soll internationale Zahlungen schneller und effizienter gestalten.
Die Einführung von USDPT markiert einen bedeutenden strategischen Wandel für das Unternehmen, das weltweit für seine Geldüberweisungsdienste bekannt ist. Mit diesem Schritt reagiert Western Union auf die wachsende Nachfrage nach digitalen und grenzüberschreitenden Zahlungsoptionen.
Der Stablecoin wird zunächst in Bolivien und den Philippinen verfügbar sein. Laut Technologiepartner Fireblocks erhalten dadurch etwa 130 Millionen Menschen Zugang zu der neuen Zahlungsmöglichkeit.
Western Union kündigte an, USDPT bis 2026 auf über 40 Länder ausweiten zu wollen. Damit strebt das Unternehmen an, seine Position in schnell wachsenden Märkten für internationale Zahlungen zu stärken.
Ein Stablecoin ist eine digitale Währung, deren Wert an eine traditionelle Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist. Dadurch bleibt der Preis relativ stabil, im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC).
Stablecoins werden zunehmend für internationale Überweisungen genutzt, da sie Transaktionen schneller und kostengünstiger machen. Besonders in Ländern, in denen traditionelle Bankdienste weniger zugänglich sind, bieten sie neue Möglichkeiten.
Der Schritt von Western Union erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich immer mehr Finanzunternehmen auf Stablecoins konzentrieren. Diese Entwicklung folgt auf neue Gesetze in den USA, darunter der sogenannte GENIUS Act, der die Nutzung von Stablecoins fördert.
Auch andere große Akteure bewegen sich in diese Richtung. Das Geldüberweisungsunternehmen MoneyGram hat bereits Stablecoin-Dienste in Kolumbien eingeführt, und die Zahlungsplattform Zelle plant internationale Zahlungen mit Stablecoins.
USDPT wird von Anchorage Digital, einer regulierten Kryptobank in den USA, ausgegeben. Fireblocks liefert die Technologie für digitale Wallets und die Abwicklung von Transaktionen. Western Union plant, den Stablecoin auch über anerkannte Kryptobörsen verfügbar zu machen.
Der weltweite Stablecoin-Markt hat derzeit einen Wert von etwa 317 Milliarden Dollar. Laut Schätzungen des US-Finanzministeriums und der Investmentbank Citigroup könnte dieser bis 2030 auf etwa 2 Billionen Dollar anwachsen.
Claudia Wang, ehemalige Marketingdirektorin der Kryptobörse Bybit, sieht große Chancen im Markt für internationale Geldtransfers in Nord- und Südamerika. Dieser Markt repräsentiert mittlerweile einen Wert von etwa 174 Milliarden Dollar.
Besonders die Geldströme zwischen den USA und Mittelamerika wachsen schnell. Gleichzeitig bleiben viele regionale Routen innerhalb Lateinamerikas im Bereich digitaler Zahlungen noch unterentwickelt, wie etwa Transaktionen zwischen Argentinien und Bolivien.
Schweden prüft erneut die Einführung einer digitalen Krone. Hintergrund ist die Sorge, dass ausländische Stablecoins und der digitale Euro die Landeswährung schwächen könnten.
HSBC führt den Stablecoin RedCoin für 3,3 Millionen Nutzer des Zahlungsdienstes PayMe in Hongkong ein. Die Bank ermöglicht damit Kryptozahlungen und will später auch Anlagemöglichkeiten anbieten.
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