Der Bitcoin-Kurs hat einen Großteil der Gewinne dieser Woche wieder abgegeben. Innerhalb von drei Tagen fiel BTC von einem Höchststand von 76.000 USD auf das aktuelle Niveau von etwa 70.000 USD.
Die Eskalation im Nahen Osten spielt eine Rolle, aber aus technischer Sicht ist der Rückgang keine Überraschung. Newsbit-Analyst Juffermans erklärt die Hintergründe.
Rückgang von der Widerstandszone war absehbar
In der vorherigen Analyse warnte Juffermans bereits, dass sich der Kurs am oberen Ende eines parallelen Kanals befand. Bei Widerstand sei Vorsicht geboten, sagte er. Auch wenn der Optimismus in solchen Momenten steigt, sind Rückgänge an Widerständen immer möglich.
Das hat sich auch diesmal bestätigt. Die Abweisung bei 76.000 USD führte innerhalb von drei Tagen zu einem Rückgang von fast 8%. Der Kurs fiel auf die Zone zwischen 69.000 und 70.000 USD, ein sowohl technisch als auch psychologisch bedeutendes Niveau.

Warum 69.000 bis 70.000 USD so wichtig ist
Diese Preisspanne ist nicht nur eine Zahl. In den vergangenen Monaten wurde Bitcoin hier mehrfach zurückgewiesen, was dieses Niveau zu einem hartnäckigen Widerstand machte, der nun als Unterstützung fungieren muss. Zudem ist 69.000 USD das Allzeithoch aus 2021. Dass ehemalige Höchststände später als Unterstützung dienen, ist ein klassisches Muster in der technischen Analyse.
Für die Bullen ist dies also das Niveau, das es zu halten gilt. Solange Bitcoin darüber bleibt, besteht die Möglichkeit, ein höheres Tief im Vergleich zum jüngsten Tiefpunkt von 66.000 USD zu bilden. Und höhere Tiefs sind genau das, was man in einem sich erholenden Markt sehen möchte.
Bitcoin muss über 66.000 Dollar bleiben
Die entscheidende Grenze liegt bei 66.000 USD. Auf dem Wochenchart schloss Bitcoin in den letzten Wochen nie unter diesem Niveau. Solange das so bleibt, ist das technische Bild intakt und 80.000 USD bleibt das Kursziel nach oben.
Doch sollte Bitcoin auf Wochenbasis unter 66.000 USD schließen, ändert sich das Bild erheblich. Dann eröffnet sich ein bärisches Szenario mit Raum für weitere Rückgänge. So weit ist es jedoch noch nicht.

Wie geht es weiter?
In den kommenden Tagen kommt es auf zwei Dinge an. Erstens: Hält Bitcoin die Zone um 69.000 bis 70.000 USD? Zweitens: Wie entwickelt sich der Iran-Konflikt? Solange die geopolitische Unsicherheit anhält und der Ölpreis über 110 USD bleibt, bleibt der Druck auf risikoreiche Assets hoch.
Aber rein aus charttechnischer Sicht gibt es noch keinen Grund zur Panik. Der Kurs befindet sich auf einem logischen Unterstützungsniveau nach einer Abweisung bei Widerstand. Wer weiter hinauszoomt, sieht, dass Bitcoin seit dem Tief von 60.000 USD Anfang Februar weiterhin ein Muster höherer Tiefs bildet. Dieses Muster ist erst gebrochen, wenn 66.000 USD fällt. Bis dahin haben die Bullen den Vorteil des Zweifels.
Trump will Bitcoin-Reserve, doch Streit in der Regierung bremst die Pläne
Trumps strategische Bitcoin-Reserve wird durch einen Machtkampf zwischen zwei Ministerien und rechtliche Zweifel ausgebremst.
Krypto am Morgen: Wall Street setzt Bitcoin-Kurs nach starkem Comeback unter Druck
Bitcoin reagierte gestern zunächst negativ und später positiv auf Strategy. In der Nacht kippte die Stimmung jedoch. Warum gab der Kurs in den vergangenen Stunden nach?
Bitcoins Risikoindikator fällt unter null – das könnte ein gutes Zeichen sein
Die Sharpe Ratio von Bitcoin ist auf -21 gefallen – genau auf das Niveau des Bärenmarkts von 2022. In diesem Bereich markierte der Markt wiederholt einen Boden.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
