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Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden um gut 1 Prozent gefallen, während auch der Ölpreis deutlich unter Druck geriet. Auf Wochensicht steht für Bitcoin (BTC) sogar ein Minus von 3,70 Prozent zu Buche.
Damit scheint die Kryptowährung wieder etwas an Schwung zu verlieren. Angesichts des gesunkenen Ölpreises wäre eigentlich ein stärkerer Bitcoin-Kurs zu erwarten gewesen, wie es etwa bei Gold und Silber der Fall war.

Der Ölpreis fiel am Montagmorgen um gut 5 Prozent, nachdem US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben hatte, einen geplanten Angriff auf Iran abgeblasen zu haben. Der Preis für Brent-Öl sank dadurch auf rund 87 Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI unter 80 Dollar rutschte.

Trump zufolge verschoben die Vereinigten Staaten den Angriff, weil Iran und andere Länder im Nahen Osten signalisiert hätten, dass die Grundzüge einer Einigung erreicht seien. Dazu soll auch die sofortige und vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus gehören. Zudem solle eine Vereinbarung die nukleare Bedrohung durch Iran beenden.
Von einem endgültigen Durchbruch kann jedoch noch keine Rede sein. Iran reagierte zurückhaltend auf Trumps Äußerungen und erklärte, jede amerikanische Drohung weiterhin ernst zu nehmen. Eine den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur bezeichnete die amerikanischen Bedingungen zudem als Wunschliste.
Der fallende Ölpreis deutet damit vor allem auf eine geringere Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren militärischen Eskalation hin. Das senkt kurzfristig den Inflationsdruck und kann Spielraum für niedrigere Anleiherenditen schaffen. Normalerweise ist das positiv für risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin. Dass der Bitcoin-Kurs trotz dieser Entwicklung fällt, während Gold und Silber zulegen, zeigt jedoch, dass das Momentum der Kryptowährung vorerst schwach bleibt.
Auch am Devisenmarkt kam es in der vergangenen Woche zu einem bemerkenswerten Eingriff. Die Vereinigten Staaten und Japan kauften gemeinsam japanische Yen, nachdem die Währung auf 163,73 Yen pro Dollar gefallen war. Es war die erste gemeinsame Intervention zur Stützung des Yen seit 1998.

Washington dürfte dabei nicht nur wegen der schwachen japanischen Währung besorgt sein. Japan ist der größte ausländische Gläubiger der Vereinigten Staaten am Markt für US-Staatsanleihen. Ohne amerikanische Unterstützung müsste Tokio womöglich große Mengen an Treasuries verkaufen, um Dollar für Interventionen am Devisenmarkt freizumachen. Das könnte die Renditen amerikanischer Staatsanleihen weiter nach oben treiben.
Um dieses Risiko zu begrenzen, will Japan die FIMA-Repo-Fazilität der US-Notenbank nutzen. Darüber kann die japanische Zentralbank vorübergehend Dollar gegen US-Staatsanleihen als Sicherheit leihen, ohne diese Papiere am Markt verkaufen zu müssen. Die Intervention soll damit auch dazu beitragen, Ruhe an den globalen Anleihemärkten zu bewahren.
An der strukturellen Ursache der Yen-Schwäche ändert der Eingriff jedoch wenig. Solange die japanischen Zinsen vergleichsweise niedrig bleiben und die Zentralbank große Mengen an Staatsanleihen kauft, bleibt die Währung unter Druck. Für Bitcoin ist vor allem relevant, dass die Vereinigten Staaten damit erneut zeigen, dass sie zu Eingriffen bereit sind, wenn Probleme an den Devisen- und Anleihemärkten die globale Finanzstabilität gefährden.
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