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Die New York Knicks haben nicht nur den NBA-Titel gewonnen. Laut FT-Kolumnist James Fontanella-Khan zeigt ihr Meisterschaftserfolg vor allem eines: Knappheit bleibt eine der stärksten Kräfte auf den Finanzmärkten.

Sogar als die Knicks sportlich kaum Erfolge verbuchten, stieg der Wert des Clubs weiter. Nun, da das Team endlich Meister ist, wird klar, warum Investoren die ganze Zeit bereit waren, immer höhere Summen für Sport-Franchises zu zahlen.

Schlecht geführt, aber immer wertvoller

James Dolan, der Eigentümer der Knicks, galt jahrelang als das Gesicht des gescheiterten Sportmanagements. Trainer kamen und gingen, Umstrukturierungen schlugen fehl und die Fans äußerten lautstark Kritik. Dennoch wurde die Franchise immer wertvoller.

Während der jüngsten Playoff-Serie verwandelte sich der Madison Square Garden in das gefragteste Ticket Amerikas. Prominente, Topbanker und Medienpersönlichkeiten drängten sich am Spielfeldrand. Einige Tickets wurden für fast 180.000 Dollar gehandelt.

Auch an der Börse war die Wirkung sichtbar. Madison Square Garden Sports, Eigentümer der Knicks und der New York Rangers, stieg in diesem Jahr um etwa 43 Prozent. Damit ließ die Aktie den S&P 500 weit hinter sich.

Madison Square Garden Sports Group steeg 43 procent in 2026.
Madison Square Garden Sports Group stieg 2026 um 43 Prozent. Quelle: Yahoo Finance

Die Lehre aus der FT-Kolumne

Fontanella-Khan fasst den Kern seiner Kolumne mit der Lehre zusammen, dass Knappheit oft Wert hat. Die Knicks sind vielleicht das perfekte Beispiel dafür. Sie spielen in der größten Stadt der Vereinigten Staaten, in einer legendären Arena mit nur 20.000 Plätzen, und es gibt nur einen dominanten NBA-Club mit diesem Profil.

Das ist eine Kombination, die sich nicht einfach so nachbilden lässt. Man kann ein neues KI-Unternehmen gründen, einen neuen Fonds ins Leben rufen oder eine neue App starten. Aber man kann keine zweiten New York Knicks mit derselben Geschichte, Lage, Fanbasis und kulturellen Bedeutung erschaffen.

Europa wird das neue Jagdgebiet

Da amerikanische Sportteams extrem teuer geworden sind, blicken Investoren zunehmend auf europäische Fußballclubs.

Dort sieht der Kolumnist noch eine Bewertungsdifferenz. Europäische Clubs werden oft zu niedrigeren Umsatzmultiplikatoren gehandelt als US-Teams, obwohl sie weltweite Fangemeinden, Geschichte und kommerzielles Potenzial haben.

Sunderland ist ein gutes Beispiel. Als Kyril Louis-Dreyfus den Club 2021 übernahm, spielte Sunderland noch in der dritten englischen Liga. Inzwischen ist der Club zurück in der Premier League und um ein Vielfaches mehr wert.

Auch Akteure wie RedBird Capital, Private Equity, Staatsfonds und Milliardärsfamilien sehen diese Chance. Amerikanischer Sport ist teuer geworden. Europäischer Fußball ist chaotischer, weniger effizient und oft schlechter organisiert. Doch gerade darin liegt für professionelle Investoren die Chance.

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