Die Kryptomarkt bleibt überraschend. Nach einem enormen Crash Anfang August erholte sich der Bitcoin-Kurs stark. Gestern lag der Bitcoin noch bei etwa 64.000 USD, doch heute fiel er innerhalb weniger Stunden deutlich. BTC fiel sogar kurzzeitig unter 58.000 USD, was einem Rückgang von mehr als 9,4 % entspricht.
Dieser Rückgang hatte einen Dominoeffekt auf den breiteren Markt, was dazu führte, dass auch Altcoins schwere Verluste erlitten. Aber was hat diesen Crash eigentlich verursacht?
Hohe Anzahl von Long-Positionen
Die Ursache für diese Marktkorrektur scheint in dem starken Anstieg der Long-Positionen auf der Krypto-Plattform dYdX zu liegen. Long-Positionen sind Wetten, die Händler platzieren, wenn sie erwarten, dass der Preis eines Vermögenswerts steigen wird. Dieser plötzliche Anstieg führte zu einer Marktübersättigung, was wiederum zu einer entgegengesetzten Preisbewegung und einem starken Rückgang des Bitcoin-Wertes führte.
Historisch gesehen tritt oft eine Marktkorrektur auf, wenn die Händler zu gierig werden, wie am 28. Juli, als eine ähnliche Situation zu einem erheblichen Preisverfall von Bitcoin führte. Umgekehrt kann der Markt einen Aufwärtstrend zeigen, wenn die Anzahl der Short-Positionen (Wetten auf Rückgänge) zunimmt, wie am 5. August geschehen.
Große Liquidationen
Der jüngste Rückgang hat zu großflächigen Liquidationen geführt, wobei insbesondere Händler, die auf Preisanstiege setzten (die Bullen), schwer getroffen wurden. Laut Daten der Blockchain-Analyseplattform CoinGlass wurden insgesamt mehr als 320 Millionen USD an Handelspositionen liquidiert. Ethereum (ETH)-Händler verloren mehr als 93 Millionen USD, während Positionen in Bitcoin Liquidationen im Wert von 96,56 Millionen USD ausmachten.
Abflüsse aus Bitcoin ETFs
Die aktuelle Volatilität ist auch bei den amerikanischen Bitcoin Spot Exchange Traded Funds (ETFs) zu beobachten. Diese Fonds verzeichneten Abflüsse in Höhe von 127,1 Millionen USD, den größten Verlust seit dem 6. August.
Zum ersten Mal seit der Einführung im Januar konnte kein BTC-Fonds neues Kapital anziehen. Vor allem der ARKB-Fonds von ARK Invest und 21Shares wurde schwer getroffen, mit einem Rekordabfluss von 102 Millionen USD.
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