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Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden um 0,22 Prozent gestiegen. Auf Wochensicht liegt das Plus sogar bei 0,91 Prozent. Das ist bemerkenswert, denn die US-Börsen und andere große Aktienindizes stehen in dieser Woche unter Druck.

Bitcoin stieg gestern Nachmittag kurz auf 65.000 Dollar und fiel danach wieder zurück.
Bitcoin stieg gestern Nachmittag kurz auf 65.000 Dollar und fiel danach wieder zurück. Quelle: TradingView

Bitcoin koppelt sich vom Aktienmarkt ab

Derzeit zeigt sich, dass Bitcoin seinen eigenen Rhythmus findet. Das liefert vorsichtig positive Signale bei der Suche nach einem Boden und einem möglichen Ende des Bärenmarkts.

Vorerst bleiben die hohen Ölpreise und steigende Renditen lang laufender Staatsanleihen ein Belastungsfaktor für die Finanzmärkte. Theoretisch müsste auch Bitcoin darunter leiden.

Zwar wirkt der Bitcoin-Kurs weiterhin etwas gebremst, doch der Druck fällt deutlich geringer aus als bei Aktien. Bitcoin tut sich mit weiteren Kursanstiegen schwer, während die Börsen offenbar in eine neue Korrektur übergehen.

Wichtige Unterstützung für Bitcoin

Gleichzeitig zeigt der Chart, dass Bitcoin an einem wichtigen Kursniveau Unterstützung findet.

Auch wenn diese Marke im Juni kurzzeitig unterschritten wurde, dient der 200-Wochen-Durchschnitt bei 64.220 Dollar derzeit als Unterstützung für den Bitcoin-Kurs.

Bitcoin findet Unterstützung am gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt. Quelle: TradingView

Im vorherigen Bärenmarkt markierte die Rückeroberung des 200-Wochen-Durchschnitts, der in der obigen Grafik durch die blaue Linie dargestellt wird, das Ende der Abwärtsphase.

Der schwierige Punkt ist: In diesem Bärenmarkt handelte Bitcoin nur sehr kurz darunter. Aus Marktsicht bleibt daher das Risiko, dass es für Bitcoin noch einmal kritisch wird.

Ein Grund dafür sind die steigenden langfristigen Renditen, mit denen Bitcoin indirekt konkurriert. Anleger können derzeit mit US-Staatsanleihen mit 30 Jahren Laufzeit mehr als 5 Prozent pro Jahr erzielen.

Das sind beachtliche „risikofreie“ Renditen, wie es in der Finanzwelt heißt. Bitcoin zahlt naturgemäß keine Zinsen und muss sich damit gegen ein attraktiveres Renditeniveau behaupten.

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