Der Kryptomarkt brennt, aber XRP ist heute einer der größten Verlierer. Ripples Coin ist um mehr als 10 Prozent gefallen und notiert nun auf dem niedrigsten Stand seit November 2024. Fast alle Gewinne seit Trumps Wahlsieg sind inzwischen eingebüßt. Doch warum fällt der Kurs so stark?

XRP-Kurs unter Druck

Werfen wir einen Blick auf die Verluste.

Der XRP-Kurs liegt zum Zeitpunkt des Schreibens knapp über 1,44 Dollar und damit 9,92 Prozent niedriger als noch vor 24 Stunden. Damit gehört er zu den vier am schlechtesten performenden Coins innerhalb der Top 100.

Der XRP-Kurs der letzten 24 Stunden. – Quelle: CoinGecko

Gleichzeitig ist Bitcoin (BTC) um 6,77 Prozent und Ethereum (ETH) um 7,41 Prozent gefallen. Der Gesamtwert der Kryptomärkte ist um 6,48 Prozent auf 2,42 Billionen Dollar gesunken.

XRP fällt nun schon die fünfte Woche in Folge, das gab es seit Sommer 2024 nicht mehr. Zu Jahresbeginn erreichte XRP ein Hoch von knapp 2,40 Dollar, ist seither aber um 40 Prozent gesunken.

Besonders der Verlust des Niveaus um 1,60 Dollar ist schmerzhaft. Im April war dies noch eine Zone, in der Käufer den Kurs stabilisieren konnten. Jetzt, da diese Unterstützung gefallen ist, scheint der Weg nach unten frei.

In der Kursgrafik klafft eine Lücke bis etwa 1,00 Dollar. Zwischen dem aktuellen Kurs und dieser psychologischen Marke gibt es kaum historisches Handelsvolumen, was das Risiko weiterer Verluste erhöht.

Alle Assets im freien Fall

Hätte sich der Bitcoin-Kurs nicht weiter verringert, stünde XRP heute anders da. Fast jede Kryptowährung wird momentan vom König des Kryptomarkts mit nach unten gezogen. Es gibt keinen klaren Grund, warum gerade XRP so stark betroffen ist.

In allen Märkten trennen sich Investoren von ihren Assets. Aktien erleiden schwere Verluste, aber auch Edelmetalle sind betroffen. Gold und Silber waren gerade erst dabei, sich von ihrem historischen Einbruch zu erholen, aber heute zeigen sie wieder schwache Ergebnisse.

Innerhalb des Kryptomarkts beschleunigen Liquidationen den Abwärtstrend erheblich. Viele Trader spekulieren mit geliehenem Geld auf steigende Kurse. Wenn der Markt zu stark fällt, werden diese Positionen automatisch geschlossen. Das Sicherheiten werden verkauft, was den Kurs weiter nach unten drückt. Dies führt zu einem Schneeballeffekt, der den Verkaufsdruck erhöht.

Allein in den letzten 24 Stunden wurden Positionen im Wert von über 700 Millionen Dollar liquidiert, wie Daten von CoinGlass zeigen.

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