Der Silberpreis ist unerwartet stark gefallen, nachdem er Anfang des Monats eine spektakuläre Rally erlebt hatte. Im asiatischen Handel verlor das Edelmetall an einem Tag satte siebzehn Prozent. Damit wurde die Erholung der letzten Tage mit einem Schlag zunichtegemacht.
Silber und Gold unter Druck
Nach einem wochenlangen Anstieg auf Rekordhöhen hat sich die Stimmung auf dem Edelmetallmarkt blitzschnell gewendet. Der Silberpreis liegt mittlerweile mehr als dreißig Prozent unter dem Stand von Ende Januar. Auch der Goldpreis musste in einem unruhigen Markt über drei Prozent Verlust hinnehmen.

Marktstratege Christopher Wong von der Oversea Chinese Banking Corp erklärt, dass die Kursbewegungen durch niedrige Handelsvolumen und nervöse Anleger verstärkt werden. Nicht nur Edelmetalle, auch die Aktienmärkte in Asien verzeichneten starke Verluste. Der Kupferpreis fiel unter die Marke von dreizehntausend Dollar pro Tonne.
Gigantische Rally mündet in freien Fall
Der scharfe Rückgang folgt auf einen außergewöhnlichen Anstieg im vergangenen Monat. Dieser wurde durch geopolitische Spannungen, Spekulationen und Sorgen über die Unabhängigkeit der Federal Reserve angeheizt. Analysten sprechen nun von einer Korrektur einer Bewegung, die zu schnell und zu weit gegangen ist.
Für Silber war dies der größte Tagesrückgang aller Zeiten. Gold erlebte den schwersten Rückgang seit 2013. Auch Platin und Palladium gerieten unter Druck. Der Crash ereignete sich während der ruhigen asiatischen Handelszeiten und führte zu einer Kettenreaktion von Verkaufsaufträgen, insbesondere über Hebelprodukte und Call-Optionen.
Anleger stoßen Edelmetalle bei Zinsunsicherheiten ab
Anleger hatten im Vorfeld der Spitze große Positionen in Silber, Gold und anderen Metallen aufgebaut. Nach dem plötzlichen Kurseinbruch wurden diese Positionen massiv abgebaut. Obwohl Schnäppchenjäger kurzfristig für Unterstützung sorgten, bleibt das Vertrauen fragil.
Der Markt richtet seinen Blick nun vor allem auf die Politik der US-Notenbank. Donald Trump hatte zuvor signalisiert, dass er erwartet, dass die Federal Reserve die Zinsen erneut senken wird. Theoretisch wäre das positiv für Edelmetalle, da diese selbst keine Zinsen abwerfen. Doch aufgrund der heftigen Kursschwankungen bleiben viele Anleger an der Seitenlinie.
Analysten von Standard Chartered warnen, dass die Volatilität noch eine Weile anhalten könnte. Solange die Unsicherheit über die Geldpolitik besteht, sind weitere Kursbewegungen nicht ausgeschlossen. Silber ist zudem aufgrund des kleineren Marktes und der geringeren Liquidität anfälliger als Gold.
Ist KI schon so klug wie der Mensch? Nvidia-Chef Jensen Huang sagt ja
Jensen Huang ist überzeugt, dass KI inzwischen auf menschlichem Niveau arbeitet. Wie begründet er das – und hält diese Aussage einer Prüfung stand?
Diese deutsche Rakete soll Europa von Elon Musk unabhängiger machen
Das deutsche Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace hat erstmals erfolgreich den Weltraum erreicht und will nun rasch skalieren, um es mit SpaceX aufzunehmen.
ASML mit Großauftrag: TSMC und Samsung kaufen neueste Chipmaschinen
ASML hat TSMC und Samsung davon überzeugt, seine neuen Chipmaschinen einzusetzen. Gleichzeitig hält die rasant wachsende Nachfrage nach KI-Chips an.
Meist gelesen
Kryptoexperte erklärt, warum 1.000 XRP genügen könnten
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Analyst: XRP könnte die größte verpasste Chance unseres Lebens werden
Nach Einschätzung eines Krypto-Investors könnte XRP zur größten verpassten Chance unseres Lebens werden. Deshalb sind die Erwartungen so hoch.
Nvidia erwartet Robotikmarkt von 50 Billionen Dollar: Fünf Aktien im Blick
Jensen Huang sieht rund um physische KI und humanoide Roboter einen riesigen Markt entstehen. Diese fünf Unternehmen könnten davon profitieren.
