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Immer wenn man denkt, dass Bitcoin (BTC) kaum noch weiter fallen kann, setzt die Kryptowährung ihren Abwärtstrend fort. Auch in der vergangenen Nacht ist der Kurs weiter gesunken und hat zum ersten Mal seit November 2024 wieder die Marke von 70.000 Dollar erreicht. Die Panik am Markt ist spürbar, und die Stimmung ist am Boden.
Heute ist der dritte Tag in Folge, an dem Bitcoin ein neues Tief erreicht. Es ist erneut ein herber Rückschlag.
Während der Bitcoin-Kurs gestern Nachmittag noch bei 96.000 Dollar lag, ist er mittlerweile auf 70.000 Dollar gesunken. Ein Verlust von fast 8 Prozent.

Als möglichen Grund könnte man die Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten nennen. Gestern wurde zunächst verkündet, dass die geplanten Gespräche am Freitag nicht stattfinden würden. Letztlich sollen jedoch verschiedene Nahost-Führer bei US-Präsident Donald Trump interveniert haben, um die Gespräche doch noch zu ermöglichen.
Darüber hinaus haben Investoren massenhaft Software- und Datenunternehmen abgestoßen, nachdem Anthropic ein neues juristisches KI-Tool auf den Markt gebracht hat. Auch das hat Bitcoin weiter belastet.
Am Ende hat eine massive Welle von Liquidationen die Abwärtsbewegung beschleunigt. Laut Daten von CoinGlass wurden in den letzten 24 Stunden Long-Positionen im Wert von über 700 Millionen Dollar liquidiert.
Wenn Händler mit geliehenem Geld auf einen Kursanstieg wetten, werden ihre Positionen bei einem Kursrückgang irgendwann zwangsweise geschlossen, um weitere Verluste zu vermeiden. Das bedeutet, dass ihr hinterlegtes Kapital direkt verkauft wird, was den Kurs weiter drückt und einen Schneeballeffekt auslöst.
Auch andere Kryptowährungen erleben heute einen Rückschlag. Ethereum (ETH) verzeichnet einen Verlust von 8,27 Prozent und Ripple (XRP) von 10,33 Prozent.
Und heute Morgen konnte man auch lesen, dass Gold und Silber einen drastischen Kursrückgang erlebt haben. Insofern steht der Kryptomarkt nicht allein da.
Der Bitcoin-Kurs nähert sich nun dem Höhepunkt der Bullenmarktrallye von 2021 bei rund 67.000 Dollar. 2024 war dies ein starkes Widerstandsniveau, und nun bleibt zu hoffen, dass es als Unterstützung dienen kann.
Der Bitcoin-Kurs steigt überraschend nach der gestrigen Zinserhöhung der US-Notenbank. Das ist ein starkes Signal.
Die Nachfrage aus den USA nach Bitcoin sinkt nach dem Scheitern des CLARITY Act, während internationale Anleger weiter zukaufen.
Die Deutsche Bank will Bitcoin und Ethereum für Großkunden verwahren. Sie ist nicht die erste europäische Bank, die ins Kryptogeschäft einsteigt.
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
KI-Modelle prognostizieren den XRP-Kurs für den 1. Oktober. Im Schnitt rechnen sie mit 1,29 Dollar, die Unterschiede fallen jedoch auffallend groß aus.