Bitcoin (BTC) hat einen massiven Kursrückgang erlitten und zieht die gesamte Kryptomarkt nach unten. Ein solch heftiger Schlag blieb lange aus, aber woher kommt die plötzliche Panik?
BTC Kurs fällt in kurzer Zeit um 2,5 Prozent
Der Bitcoin Kurs ist in weniger als zwei Stunden um 2,5 Prozent gesunken. Von 74.000 Dollar um 12:30 Uhr auf ein Tief von 72.150 Dollar.

Seit dem Höhepunkt in der Nacht auf Montag ist die größte Kryptowährung bereits um 5 Prozent günstiger geworden. Damals wurde noch die Marke von 76.000 Dollar erreicht nach einer beeindruckenden Serie von acht aufeinanderfolgenden grünen Tagen.
Bitcoin war um mehr als 15 Prozent gestiegen, doch heute steuert es auf den zweiten Verlusttag in Folge zu. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Ölpreise steigen nach neuen Angriffen weiter
Der erste Schlag kam aus dem Nahen Osten. Spannungen um Iran nehmen nach Berichten über militärische Angriffe und scharfen Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump schnell zu.
Iran meldete, dass ein Teil des South-Pars-Gasfelds angegriffen wurde, während es auch Berichte über Angriffe auf militärische Ziele und den Tod eines wichtigen iranischen Funktionärs gibt. Gleichzeitig bezeichnete Trump das Land als „den größten staatlichen Terrorismussponsor der Welt“, was die Angst vor einer weiteren Eskalation verstärkt.
Die Entwicklungen haben den Ölpreis sofort in die Höhe getrieben. Der Preis für ein Barrel Öl sprang von etwa 92 auf fast 96 Dollar.
Für die Märkte ist das eine schlechte Nachricht. Teureres Öl wirkt wie ein schleichender Killer für die Weltwirtschaft. Transport wird teurer, Energie wird teurer und letztendlich auch die Produkte im Laden. Das führt zu zwei gleichzeitigen Problemen:
- Die Menschen haben weniger Geld zum Ausgeben, wodurch das Wirtschaftswachstum gebremst wird.
- Die Inflation steigt, was die Zentralbanken nervös macht und sie dazu veranlasst, die Zinsen länger hoch zu halten. Das bremst die Wirtschaft noch weiter und sorgt für weniger Liquidität in den Märkten.
Für Krypto und auch die Aktienmärkte ist das eine schlechte Nachricht. Es handelt sich um risikoreiche Anlagen, die von einer starken Wirtschaft und niedrigen Zinsen profitieren.
Enttäuschende Inflationsdaten
Als ob die Spannungen nicht genug wären, kamen auch enttäuschende Inflationsdaten aus den USA.
Der sogenannte Producer Price Index (PPI), ein Maßstab für die Preise, die Produzenten zahlen, stieg um 0,7 Prozent. Das liegt deutlich über den erwarteten 0,3 Prozent.
Und dabei sind die Auswirkungen der steigenden Ölpreise noch nicht einmal berücksichtigt. Durch die Spannungen um die Straße von Hormus, eine entscheidende Seeroute für den weltweiten Ölhandel, droht die Inflation weiter anzuziehen.
Trump versuchte gestern, die Unruhe zu beruhigen, indem er sagte, der Krieg werde nur noch wenige Wochen dauern. Seiner Meinung nach werden die Ölpreise danach „wie ein Stein“ fallen. Doch der Markt scheint wenig Vertrauen in ein baldiges Ende des Krieges zu haben.
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