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Der Kryptomarkt steht in diesem Monat stark unter Druck. Während Gold und Silber bei Anlegern gefragt sind, gibt Bitcoin (BTC) deutlich nach. Die gegenläufigen Bewegungen an den Finanzmärkten deuten auf wachsende Unsicherheit hin. Was bremst den Bitcoin-Kurs, wo die Rahmenbedingungen eigentlich günstig erscheinen?
Bitcoin (BTC) ist in diesem Monat um mehr als neun Prozent gefallen und rutschte unter die wichtige psychologische Marke von 100.000 Dollar. Auch andere große Kryptowährungen wie Ethereum (ETH), Solana (SOL) und Dogecoin (DOGE) verloren elf bis zwanzig Prozent an Wert. Lediglich Ripples XRP zeigte etwas Widerstandskraft und gab „nur“ um sieben Prozent nach.
Auffällig ist die schwache Performance des Kryptomarkts, obwohl der US-Dollar in den vergangenen Wochen an Boden verloren hat. Ein schwächerer Dollar ist üblicherweise Rückenwind für Krypto wie auch Edelmetalle. Trotzdem profitieren vor allem Gold und Silber: Sie legten in diesem Monat um vier beziehungsweise neun Prozent zu.
Laut Greg Magadini, Derivatechef bei Amberdata, ist ein Großteil der positiven Nachrichten inzwischen im Markt eingepreist. „Anleger hatten nach der Einigung über den US-Haushalt und Signalen für Zinssenkungen auf eine Jahresendrally gesetzt. Diese Hoffnung wird nun jedoch durch Sorgen über Systemrisiken gedämpft.“
Der Rückgang des Kryptomarkts dürfte Magadini zufolge mit dem Risiko einer Kreditkrise zusammenhängen. Vor allem sogenannte „Digital Asset Treasuries“ (DAT’s), Unternehmen, die Krypto-Assets mit geliehenem Geld kaufen und verwalten, gelten als anfällig.
„Wenn der Kreditmarkt einfriert, können viele dieser Akteure ihre Schulden nicht refinanzieren. Sie wären dann gezwungen, ihre Krypto zu verkaufen, was eine Kettenreaktion an Verkäufen auslösen kann“, erklärt Magadini. „Das gilt insbesondere für DAT’s, die zuletzt auf dem Höhepunkt in volatile Altcoins investiert haben.“
Die jüngsten Kursbewegungen zeigen, dass Anleger traditionelle sichere Häfen bevorzugen. Gold, Silber, aber auch weniger populäre Edelmetalle wie Palladium und Platin verzeichneten allesamt Gewinne in einem Monat, in dem Krypto verlor.
Das wachsende Vertrauen in Edelmetalle auf Kosten digitaler Assets unterstreicht die Anfälligkeit von Krypto bei systemischem Stress an den Märkten. Solange die Kreditängste anhalten, bleibt fraglich, ob sich der Bitcoin-Kurs schnell von dieser Korrektur erholen kann.
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